Natürlicher Dienstag #16 – Vinyer de la Ruca Banyuls

Vinyer de la Ruca Banyuls

Ja, das Getränk in der extrem ungewöhnlichen Flasche auf dem Foto ist ein Wein. Und ebenfalls ja, da hat kein Schwund stattgefunden, sondern der Füllstand ist genau wie vorgesehen. Exakt 400 ml. Sollte es das Ziel von Manuel di Vecchi Staraz gewesen sein, mit seinem Banyuls in erster Linie aufzufallen, es wäre auf jeden Fall schon einmal gelungen. Will man aber herausfinden, ob dies nur hochpreisiger crazy marketing stuff ist oder doch ein Produkt, das mit seinem Inhalt überzeugt, muss man den Wein zwangsläufig probieren. Und das habe ich getan. Weiterlesen

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Marseille im Regen

Marseille Plage des Catalans

Plage des Catalans. Eine Reisegruppe steht ein bisschen verloren unter einer Wendeltreppe. Niemand zückt das Handy, um den berühmten feinsandigen Strand zu fotografieren. Leise tropft der Regen herab, so fein, dass er überhaupt keine Spuren im Sand hinterlässt. Draußen zieht ein einsamer Schwimmer seine Kreise. Der Club des Nageurs ist direkt nebenan, und so stetig, wie mein Großvater morgens mit seinem Hund eine Runde ums Dorf gedreht hat, dürfte auch dieser Schwimmer jeden Tag hier sein. Ich denke einen Satz, der sich fast wie ein Zitat anhören könnte: „Man wird eine Stadt erst wirklich lieben, wenn man sie auch im Regen erlebt hat“. Im Moment stelle ich diese Annahme auf eine harte Probe. 22.000 Schritte durch Marseille, jeder einzelne davon umgeben von permanenter Nässe. Weiterlesen

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Natürlicher Dienstag #15 – Théodore Planas-Rastoin Vin Rouge

Théodore Planas-Rastoin Vin Rouge

Etikettentrinker – das sind immer die anderen. Das sind diese Leute, die Wein nicht trinken, weil er ihnen schmeckt, sondern allein deshalb, weil ein prestigeträchtiger Name auf dem Etikett steht. Es gibt aber auch noch die andere Sorte von Etikettentrinkern. Die kaufen einen Wein, wenn auf dem Etikett eine Katze abgebildet ist oder der Name des Weins an eine vergangene Jugendliebe erinnert. Zu dieser Sorte der Assoziations-Etikettentrinker gehöre ich ehrlich gesagt auch manchmal. Auf dem Etikett des Weins von Théodore Planas-Rastoin aus der Provence ist zwar von Katzen oder Jugendlieben keine Rede, aber es hat mich trotzdem neugierig gemacht. Denn einerseits steht da ganz simpel “Vin Rouge”, was einfach ziemlich cool ist. Und andererseits bezeichnet sich Théodore als “Landmann, Bäcker, Winzer”. Da muss doch irgendeine Story dahinter sein…

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Faszination Tischgrill – Schöner essen mit Iwatani

Iwatani Grill

Arthur Pewtey“, sprach der große Grillgott, “are you a man or are you a mouse?” Wäre Arthur ein Mann, müsste er stundenlang schweigend und schwitzend am Grill stehen. Jenen hätte er zuvor mühselig angeheizt, in dichten Wolken von Rauch stehend, und noch männlicher wäre es, hätte er die Holzkohle zuvor im Meiler selbst bereitet, die Bäume von eigener Hand und mit nacktem Oberkörper gefällt. Kurzum: Putin im Sommerurlaub imitiert. Aber Arthur ist eine Maus. Außerdem sitzt er ganz gern mit dabei am Tisch, wenn die anderen sich unterhalten und es sich gut gehen lassen. Zum Glück gibt es für Mäuse wie Arthur und für Maussympathisanten wie mich eine Lösung, und die heißt Tischgrill. Wie ich den Iwatani-Tischgrill für mich entdeckt habe und weshalb das möglicherweise mein allerliebstes Küchenutensil geworden ist, davon möchte ich euch hier aus meinem derzeitigen Domizil am Mittelmeer berichten. Weiterlesen

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Natürlicher Dienstag #14 – Aline Hock MacAline

Natürlicher Dienstag Aline Hock MacAline

Oh nein, schon wieder so eine Aussteiger-Geschichte… Könnten die Leute stattdessen nicht vielleicht mal von Anfang an wissen, wofür ihr Herz schlägt? Und dann easy direkt nach der Schule damit anfangen? Nein, können sie nicht. Und möglicherweise ist es genau das, was das Leben erst so richtig interessant macht. Als ich fertig war mit der Schule, wusste ich nur eine Sache ziemlich genau: In diesem Dorf mit 600 Einwohnern würde ich nicht bleiben können. Alles andere hingegen kam mir so vor, als würde ich mehr in Dinge hineingezogen werden, die sich halt so ergeben. Und eben nicht einen genauen Plan auszuarbeiten und dann loszugehen. So ging es offenbar auch Aline Hock, unserer heutigen Winzerin. 15 Jahre in der Bank sind kein Pappenstiel. Jedenfalls dann, wenn man danach 1.000 Kilometer südlich ein ganz anderes Leben mit den Reben beginnt. Weiterlesen

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Als Verkoster für den Falstaff-Weinguide

Falstaff Weinkühlschrank

Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber ich wollte eigentlich schon immer wissen, wie diese Weinguides entstehen. Ihr kennt sie doch, die meist recht dicken Schinken, die gegen Ende des Jahres herauskommen mit Slogans wie „1.000 Weingüter und 10.000 Weine bewertet“. Wie geht es also in so einer Verkostungsredaktion zu? Wie werden die Weine tatsächlich bewertet? Was passiert bei kontroversen Entscheidungen? Ich möchte euch in diesem Artikel einen Tag lang mitnehmen in den „Maschinenraum“ des Falstaff-Weinguides. Weiterlesen

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