
Plage des Catalans. Eine Reisegruppe steht ein bisschen verloren unter einer Wendeltreppe. Niemand zückt das Handy, um den berühmten feinsandigen Strand zu fotografieren. Leise tropft der Regen herab, so fein, dass er überhaupt keine Spuren im Sand hinterlässt. Draußen zieht ein einsamer Schwimmer seine Kreise. Der Club des Nageurs ist direkt nebenan, und so stetig, wie mein Großvater morgens mit seinem Hund eine Runde ums Dorf gedreht hat, dürfte auch dieser Schwimmer jeden Tag hier sein. Ich denke einen Satz, der sich fast wie ein Zitat anhören könnte: „Man wird eine Stadt erst wirklich lieben, wenn man sie auch im Regen erlebt hat“. Im Moment stelle ich diese Annahme auf eine harte Probe. 22.000 Schritte durch Marseille, jeder einzelne davon umgeben von permanenter Nässe. Weiterlesen





