
Vasco Croft, der Besitzer von Aphros ganz im Norden Portugals, ist ein ausgesprochen smarter Typ. Frisiert wie Roger Moore in seinen besten Zeiten, gekleidet ganz in Schwarz oder ganz in Jeans, dachte ich schon bei unserem ersten Treffen, dass er nicht sein ganzes Leben in einem portugiesischen Dorf verbracht haben könnte. In der Tat interessierte sich Vasco nicht nur bereits sehr früh für die Steiner’sche Philosophie, er ging auch in seinen Zwanzigern nach England, um Kunst und Pädagogik zu studieren. Zurück in Portugal, war er einige Jahre Vorsitzender der Waldorf-Bewegung und arbeitete gleichzeitig als Möbeldesigner. So weit, so gut. Schicke und gebildete Männer sind zwar allein wegen ihrer Seltenheit ein interessantes Untersuchungsobjekt, aber hier soll es ja um Wein gehen. Und auf den kam Vasco im Jahr 2003. Da beschloss er nämlich, ein halbverfallenes Anwesen seiner Familie (Croft, remember) wieder herzurichten, die Quinta do Casal do Paço.





