Der schwierige Gesprächspartner: Kühn Doosberg 2007

Normalerweise unterhält man sich nicht mit einem Wein, ich weiß, jedenfalls nicht bei freudigen Anlässen. Man unterhält sich vielmehr beim Wein und ist dann eher daran interessiert, dass das spritzige Gesöff die Zunge des Gegenübers lockert. Oder man unterhält sich über den Wein, benutzt allerhand bunte Worte und Assoziationen und hofft wiederum, sein Gegenüber damit zu beeindrucken. Diesen Wein jedoch würde ich zunächst einmal zum Selbststudium empfehlen. Meinetwegen auch zum Gespräch über ihn, aber da sollte der Gesprächspartner gut gewählt sein. Für lockeres Plaudern beim Wein soll er jedoch völlig ungeeignet sein. Ein astreiner Blind-Date-Verderber sozusagen. Wird jedenfalls behauptet. Weiterlesen

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Ist der Jahrgang 2011 schon wieder vorbei?

Die letzte Nacht hat uns Hausbewohnern wenig ausgemacht. Als ich draußen war, habe ich zwar spontan gemerkt, dass ich ein wenig zu dünn angezogen war, aber das war’s dann auch. In den Weinbergen sehen die Auswirkungen ganz anders aus. Dirk Würtz hat auf seinem Blog Schreckliches zu berichten. Meine lieben Verwandten und Freunde in Franken sind sogar völlig aus dem Häuschen: 95% Schaden im Randersackerer Pfülben und in den Iphöfer Spitzenlagen. Und das sind nur die Sachen, die ich jetzt direkt gehört habe. Fast tiefer als die drohenden finanziellen Verluste steckt momentan der Frust, dass die ganze Arbeit umsonst war. Ein wirklich katastrophaler Anfang des Weinjahrgangs 2011…

Mini-Edit: Die 95% beziehen sich auf bestimmte Parzellen. Frankenweit sind es wohl 60-70%, aber richtig davon gekommen ist kaum jemand. Leute, kauft die älteren Jahrgänge, die die Winzer noch im Keller haben! Dann bleiben sie liquide und können auch nach solchen Nackenschlägen wieder weitermachen.

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Weintest 15: Portugal – Passadouro Reserva 2008

Voller Enthusiasmus hatte ich in Portugal den ersten hochwertigen Wein verkostet und dabei gleich noch ein Video gedreht. Wenig später musste ich realisieren, dass die Internetverbindung derartig schlank war, dass ein dicker Brocken aus Bild und Ton zum Hochladen nicht durchpasst. Jeden Abend saß ich wieder da und hoffte. Dazu gab es jedes Mal ein halbes Glas vom Passadouro, eine Woche lang. Genug Zeit, sich das frühe Urteil noch einmal genau durch den Kopf gehen zu lassen.

Und es hat sich in der Tat geändert… Weiterlesen

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Kokoreç in Köln

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Franken-Export: Das Landbierparadies in Nürnberg

Alle Bierfreunde, die sich erhofften, auf meinem Blog etwas über ihr Lieblingsgetränk zu lesen, mussten in den letzten Monaten leiden. In der Türkei habe ich zwar zwei oder drei Biere getrunken, aber aus gutem Grund besser den Mantel des Schweigens darüber gebreitet. In Portugal habe ich deshalb nur noch eines der beiden Nationalgiganten-Biere versucht, und auch da: Nada! Der heutige 1. Mai scheint mir aber ein überaus geeigneter Tag zu sein, um endlich mal wieder auf gute Biere zu verweisen. Weiterlesen

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Weinrallye 44: Die schwerwiegenden Folgen des Rhônewein-Genusses

“Unbedarft und mit scheuer Neugier trat ich dem Weine entgegen”, so Methusalem-Matze in seinen Memoiren. Flashback: Wir schreiben das Jahr 1996. Als Student aus der Bierstadt Bamberg war Matze durch eine Verkettung von Zufällen in Südfrankreich gelandet. Später wird er dies als “glückliche Fügung” beschreiben. Zwei Monate lang soll Matze auf eigene Faust die Stadt Carpentras kartieren. Er spricht kaum Französisch, hat ein Einzelzimmer in einem Berufsschul-Wohnheim, kennt keinen Menschen, und es wird im Herbst viel zu früh dunkel. Um sich die langen Abende ohne Sozialkontakte, ohne Internet und Fernsehen ein wenig angenehmer zu gestalten, wagt Matze nach Feierabend immer wieder kleine Ausflüge in die lokale Kulturszene. “Intermarché” und “E. Leclerc” heißen seine Ziele. Weiterlesen

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