
Als ich anfing, mich mehr und mehr für Wein zu interessieren, stand deutscher Rotwein nicht ganz oben auf meiner Wunschliste. Warum auch? Ein Rhône-Wein für kleines Geld schmeckte doch viel mehr nach dem, was man sich unter einem echten Rotwein vorstellte. Struktur, Tiefe, Gerbstoffe, eine gewisse Power – das fand ich in den deutschen Rotweinen kaum. Mit der Zeit war es nicht nur so, dass in meinem Kanon die Finesse als weiteres wichtiges Qualitätsmerkmal hinzukam. Auch die deutschen Rotweinwinzer lernten immer mehr dazu. Wie ich meinen frühen deutschen Gault Millaus entnehmen kann, sah nicht nur Hendrik Thoma damals verblüffend jung aus. Sondern es gab auch die ersten Rotweinstars. Paul Fürst Winzer des Jahres 2003, Friedrich Becker Aufsteiger des Jahres 2006, Bernhard Huber Winzer des Jahres 2008. Weiterlesen





