Weinprobe: Maison Leroy Beaune-Sizies Premier Cru 1986

Ja, liebe Freunde, dies ist tatsächlich ein Burgunder von Leroy. Und ein wenig gereift ist er auch schon. Bevor Ihr aber denkt, dass ich für diesen Wein der zweitberühmtesten Burgund-Domaine (hinter Romanée-Conti) an die 1.000 Euro ausgegeben habe, muss ich ein bisschen präzisieren: Es handelt sich bei der Inhaberin der Domaine Leroy und des Hauses Leroy zwar um dieselbe Person, nämlich Lalou Bize-Leroy, aber dieser Wein hier stammt nicht von den eigenen Weinbergen. Wie üblich bei Négociant-Weinen im Burgund, erfährt man die Namen der wahren Produzenten hier nicht. Dennoch ist Leroy natürlich auch als Handelshaus ein großer Name, und dieser Wein kostete mich bei Legrand immerhin 68 Euro. Weiterlesen

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Eine scheußliche Überraschung: Schokolade von Hershey’s und Cadbury

Abends auf dem Hotelzimmer in Hamburg: Jetzt noch schnell eine Tafel Schokolade als Betthupferl. Aber was ist das? Geschmack nach Osterhasen vom vorletzten Jahr, schleimig-süßer Kondensmilch und dann noch dieses Kratzen im Hals wie von einem mitverschluckten Leintuch. Die Schokolade kommt von Hershey’s, irgendwelche Menschen, die mir unbekannt sind und auch bitte bleiben mögen, stehen drauf. Inhaltsstoffe: unter anderem PGPR, ein in der EU nur beschränkt zugelassener Stoff, ausgeschrieben Polyglycerin-Polyricinoleat. Hat im Tierversuch in höherer Dosierung zu Hypertrophien von Nieren und Leber geführt. Künstliche Aromastoffe sind auch mit drin. Bäh! In meiner Verzweiflung greife ich zu der anderen Tafel, “Cadbury Dairy Milk”. Und was muss ich da sehen? E 442 (Ammoniumphosphatid) und E 476, besagtes Polyglycerin-Polyricinoleat. Wer braucht einen solchen Dreck? Hilfe, ich will eine richtige Schokolade! Oder bin ich der einzige, den das stört?

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Weinprobe: Domaine Guiberteau Saumur blanc 2007

Die großen trockenen Weißweine von der Loire sind hierzulande noch viel zu wenig bekannt. Wie? Ich wiederhole mich? Aber sehr gern doch, schließlich wird eine Wahrheit nicht unwahrer, wenn man sie ein zweites Mal ausspricht. Und wenn es um die Loire geht, dann geht es um einen 1.000 Kilometer langen Fluss, an dessen Ufer fast überall Reben gedeihen. Ähnlich wie beim Rhein mit seinen Weinbergen von der Schweiz über Baden, Rheinhessen und Rheingau bis hinauf nach Bonn kann man die Loire auch nicht wirklich als einheitliche Region betrachten. Weiterlesen

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Weinhändler in Paris – meine Favoriten

Der Pariser ist ja ein bisschen verschrien dafür, alles Außerpariserische erst einmal von oben herab zu betrachten. Solche Vorurteile sind allerdings nicht nur dumm, sondern manchmal auch schrecklich unzutreffend. Eigentlich wollte ich an dieser Stelle ja neutral und zurückhaltend die Pariser Weinhandelsszene beschreiben, aber leider geht das nicht. Zwei der stärksten Momente wahrer Menschenfreundlichkeit konnte ich nämlich hier erfahren, und davon möchte ich berichten. Weiterlesen

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Alles Blubberwasser? Asiatische Biere im Test

Dass die Kunst des Bierbrauens einstmals in Asien erfunden wurde, ist keine Mär. Aber erstens ist das schon eine ganze Weile her, und zweitens haben Babylon und Bangkok ungefähr so viel miteinander zu tun wie Blaukraut und Brautkleid. Man hört allerdings von Travellern immer wieder Geschichten, dass sie in Südostasien ohne das gute Bier fast nicht überlebt hätten. Wenn man nachfragt, stellt sich meist heraus, dass sie sich praktisch ausschließlich davon ernährt haben. Hier kommen also fünf asiatische Biere, die zeigen wollen, was in ihnen steckt.

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Nur die guten Sachen

Die Überschrift klingt etwas seltsam, aber es geht hier in der Tat um das Bistrot/die Weinbar “Quedubon” in Paris. Ich habe mir gedacht, zum Abschluss könnte ich doch noch einmal das alte Paris besuchen, weit weg von den ganzen Touristenmassen, dem Schickimicki-Style der Luxusboutiquen. Gibt es das eigentlich noch, das dörfliche, ein bisschen gemächliche Paris, wo sich die Leute zufällig auf der Straße zu einem Schwätzchen treffen? Natürlich gibt es das, allen Unkenrufen zum Trotz. Weiterlesen

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