Seeigel aus der Dose

SeeigelWas Ihr bislang nicht wisst, mir aber jeden Tag wieder schmerzlich bewusst wird: Ich bin schrecklich immobil zur Zeit. Ich habe mir nämlich dummerweise eine Sportverletzung der übleren Art zugezogen. Während also alle anderen an den See fahren, in den Biergarten gehen oder gar den Urlaub am Meer verbringen, ist mein Klumpfuß bis zum Knie in einen üppig gefütterten Stiefel mit Schiene gehüllt. Wenn aber ich schon nicht ans Meer komme, wie kann ich dann das Meer möglichst nah an mich heranholen? Ganz einfach: mit Seeigel aus der Dose. Weiterlesen

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Was Parker meint…

100 PPRobert M. Parker Jr. gilt wahlweise als Gott oder Antichrist. Jeder, der sich ein bisschen für Wein interessiert, wird bei der Erwähnung des Namens „Parker“ automatisch Position beziehen (könnt Ihr im Freundeskreis ruhig einmal ausprobieren). Die einen weisen darauf hin, dass er uns die massiven, überreifen Roten beschert habe, in denen ein Löffel stehen kann (in diesem Sinne ist auf dem Foto ein 100 PP = Parker-Punkte-Wein abgebildet). Die anderen halten dagegen, er habe uns aber auch gezeigt, wie ein einzelner Mensch mit seinem individuellen Geschmack die Welthoheit der Werturteile im Weinbereich erringen kann – ohne dass sein Name mit Begriffen wie „Bestechlichkeit“ oder „Gunstbepunktung“ in Zusammenhang gebracht werden würde. Weiterlesen

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Biertour Bamberg (Teil 2)

Aussicht SpezialkellerEin dreiviertel Jahr ist seit meinem ersten Artikel über die Bamberger Bierwelt vergangen, und schon folgt hier Teil 2 mit allen anderen Brauereiwirtschaften. Warum die zeitliche Lücke so groß ist? Nun, natürlich kann man auch in der kalten Jahreszeit nach Bamberg kommen und in gemütlichen Stuben sein Bier trinken. In den Fällen des berüchtigten Greifenklau-Bockbieranstichs oder des Weihnachts-Doppelbocks “Schlenkerla Eiche” sogar mit Spezialitäten, die Ihr im Sommerhalbjahr nie probieren könntet. Aber, seien wir ehrlich, Bamberg ist im Sommer einfach noch viel schöner. So wie jetzt, wenn es einen am Abend schier auf die Keller drängt. Zur blauen Stunde hat man dann das Gefühl, Dom und Michaelsberg würden die Schnittstellen darstellen, an denen Himmel und Erde farblich zueinander kommen. Weiterlesen

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Quertest Riesling 2008: der erste Teil

GläserIrgendwann kommen wir Weinfreunde alle mal an so einen Punkt. Da sitzt man dann also an seinem Denker-Schreibtisch und versucht, die eigene weingenüssliche Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft miteinander in Beziehung zu setzen. Die Vergangenheit, so sollte es auch sein, war geprägt von einem stark explorativen Ansatz: alles Mögliche kaufen, probieren, aha sagen, und weiter mit etwas anderem. Jetzt in der Gegenwart stelle ich fest, dass mein Weinkeller ziemlich voll ist, ausgestattet mit etlichen sehr schönen Dingen, aber halt entsprechend unsystematisch. Was die Zukunft anbelangt, muss das natürlich jeder mit sich selbst ausmachen. Ich habe mir jedenfalls drei Ziele vorgenommen: im Quervergleich entscheidende Unterschiede lernen, zwei bis drei “große” Weine in den Keller legen (darüber habe ich auf dem Blog hier schon einmal nachgedacht) und schließlich in nicht allzu ferner Zukunft ausschließlich solche Weine kaufen, die mir von der Gesamtphilosophie ihres An- und Ausbaus her gefallen. Weiterlesen

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Was ist eigentlich aus meinem Cider-Projekt geworden?

120930Vielleicht könnt Ihr Euch als Stammleser daran erinnern: Im letzten Spätherbst hatte ich beschlossen, unter die Hobby-Cidermaker zu gehen. Wer noch einmal nachlesen möchte, was dabei alles passiert ist, hier ist der Link auf den Artikel. Die Sache sah zunächst nur mäßig gut aus: Obwohl der Apfelertrag im letzten Jahr riesig war, hatte ich ausgerechnet in der entscheidenden Phase ganz wenig Zeit, mich darum zu kümmern. Netterweise ist deshalb mein Vater losgezogen und hat – wohlgemerkt mit offizieller Genehmigung – eine große Menge an Äpfeln von Streuobst- und Straßenbäumen geholt. Weiterlesen

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Weinrallye # 64: Welch seltsamer Sprudel – “Boisson Rouge” von Emile Hérédia

WeinDie Verwirrung fängt schon bei dem Namen an: “Boisson Rouge”, “rotes Getränk”, was mag das wohl sein? Das Etikett gibt sich zwar optisch blubbernd, inhaltlich aber zugeknöpft: ein “Vin de France”, bei dem weder Jahrgang noch genauere Herkunftsbezeichnung irgendwo vorhanden sind. Immerhin scheint es ja ein Wein zu sein, denn bei dem Kronkorken wäre man spontan nicht unbedingt darauf gekommen. Was bei den Angaben auf dem Etikett auch noch fehlt, ist die (liebe Leute, wie grotesk!) einzig verpflichtende Zusatzstoff-Angabe, nämlich die nach zugesetztem SO2. Aus der Kombination alljener doch eher ungewöhnlicher Hinweise folgere ich messerscharf, dass es sich hier um einen “vin naturel” handeln muss. “And somehow fizzy”, meint der Verkäufer im Whole Foods zu Kensington noch dazu, denn persönlich kennt er den Wein nicht. Weiterlesen

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