Burgund in Tokio: Leroy-Weinprobe im Takashimaya

TitelJahrelang hatte ich darauf gehofft, irgendwann einmal einen Wein der legendären Domaine Leroy probieren zu dürfen. Viele Weinkenner sind der Meinung, dass Leroy gemeinsam mit Romanée-Conti die Spitze dessen darstellt, was im Burgund (und auch weltweit) überhaupt möglich ist. Beste Lagen, konsequentester, irrsinnig aufwändiger biodynamischer Weinbau und die große Souveränität des Nichtstuns im Keller, das sind hier die wichtigsten Voraussetzungen für große Weine. Leider kosten die Produkte dann auch entsprechend viel, die “mittleren” Leroy-Roten gibt es ab 300 € aufwärts, die “großen” sind außerhalb meiner Reichweite, und die “kleinen” habe ich noch nie in einer Weinhandlung gesehen, weil sie vermutlich direkt vom Weingut in private Keller wandern. Jetzt stehe ich also hier in einem Kaufhaus in Tokio und staune Bauklötze: Eine freundliche Mitarbeiterin schenkt interessierten Kunden Proben des (gerade auf den Markt gekommenen) 2011er Jahrgangs aus. Weiterlesen

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Tokyo Food Diary #7: Süßes zum Wochenende

Titel - Kaki-DaifukuIn Tokio gibt es nicht nur Suppenbars, Sushi-Fließbänder oder Soba-Restaurants, Tokio ist wahrscheinlich auch die Welthauptstadt der Süßigkeiten. Wenn Ihr die Depachika, die Food-Etage eines der großen Kaufhäuser der Stadt betretet, werdet Ihr schier erschlagen von Menge, Qualität und Vielfalt. Die japanischen Meister wie Toraya, Kitchoan oder Tsuruya sind hier genauso vertreten wie Hermé, Hévin oder Wittamer aus der westlichen Welt. Dazu kommen noch ein paar Grenzgänger, von denen ich vorher nie etwas gehört hatte, Gramercy, Juchheim oder Yoku Moku zum Beispiel. Damit aber nicht genug, die Süßmeister besitzen natürlich auch noch Stammhäuser, an denen man bei einem Spaziergang immer ganz zufällig vorbeikommt. Auf dem Bild oben seht Ihr übrigens ein Kaki-Daifuku aus “ziehendem” Reismehlteig mit einer Kastanienfüllung. Weiterlesen

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Tokyo Food Diary #6: Automatenrestaurant und kleines Erdbeben

TitelHeute Nacht habe ich mein erstes Erdbeben erlebt. Eine interessante Angelegenheit, mehr dazu weiter hinten. Während sich bei mir im Zimmer dabei jedoch noch nicht mal die wackeligen Muschelschalen auf dem Tisch bewegt haben, musste ich bei der ersten Konsultation von Spiegel Online feststellen, dass die Welt untergegangen ist. Zunächst aber zu etwas Erfreulicherem aus dem “Tag vor dem Erdbeben”, dem Automatenrestaurant. Weiterlesen

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Tokyo Food Diary #5: Mein erster japanischer Wein

TitelJapan und Wein – ich meine, Traubenwein, nicht etwa Pflaumenwein oder Reiswein – sind das zwei Dinge, die für uns spontan eine wohlklingende Einheit bilden? Ja? Dann, liebe Freunde, lest nicht weiter, denn Ihr habt bereits eine höhere Bewusstseinsstufe erreicht. Für mich und alle anderen, denen die Kombination irgendwie seltsam vorkommt, folgen jetzt 15 eng beschriebene Seiten Theorielast. Mindestens. Und Selbstversuche, das Bild oben liefert ja bereits einen kleinen Vorgeschmack. Weiterlesen

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Tokyo Food Diary #4: Eine Reise durch den kulinarischen Blätterwald

TitelHeute bleibt die Küche kalt, wir mampfen nur im Blätterwald. Darf man mit einem solch schrecklichen Reim einen seriösen Artikel beginnen? Wahrscheinlich nicht. Dabei geht es diesmal um eine wahrhaft seriöse Angelegenheit, nämlich darum, wie und auf welche Weise sich die Japaner über Essen informieren. Und wahrscheinlich auch über alles andere. Man kann es obsessiv nennen oder perfekt durchgeplant oder auch sympathisch nerdig – in jedem Fall wage ich zu behaupten, dass selbst die Franzosen nicht so essverrückt sind wie die Japaner. Weiterlesen

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Tokyo Food Diary #3: Auf der Insel

TitelTokio liegt am Meer, was man ehrlich gesagt überhaupt nicht realisiert, wenn man unter der Woche durch die Straßen und Passagen von Shinjuku und Shibuya hetzt. Am Wochenende aber zieht es die Tokioter an den Strand. Die einfachste Möglichkeit dafür bietet die (künstliche) Insel Odaiba, ein gleichzeitig biederes wie irrwitziges Ausflugsziel. Es sei denn, Ihr haltet haushohe bewegliche Roboter nicht für irrwitzig. Weiterlesen

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