Die Rückkehr von irgendwas: mein Jahresrückblick 2018

Jahresrückblick 2018 Rückkehr

Ein Jahresrückblick ist immer eine gute Gelegenheit, die wichtigen Erlebnisse des vergangenen Jahres noch einmal einer Neubewertung zu unterziehen. Und so habe ich mich durch die vielen Fotos auf meiner Festplatte geklickt und währenddessen darüber nachgedacht, was 2018 alles passiert ist – nicht nur bei mir, sondern auch woanders auf der Welt. Vielleicht täusche ich mich ja, aber eine Sache ist mir dabei besonders aufgefallen. Ich hatte in diesem Jahr 2018 den Eindruck, dass gerade meine Generation im Moment ganz stark auf der Suche ist nach der verlorenen Zeit. Dass „wir“ uns die Rückkehr von Elementen wünschen, von denen wir glauben, dass es sie in dieser Form nicht mehr gibt.

Jahresrückblick Konzertkarte Sundays Jahresrückblick Konzertkarte Pixies

In manchen Fällen fängt das relativ harmlos an. Da findet man beispielsweise alte Konzertkarten, die schon fast 30 Jahre auf dem Buckel haben. Was einen dann postwendend auf die Idee bringt, dass das auch für einen selbst gelten dürfte. Und ganz objektiv: Wer 30 Jahre Abstand zur Jugendkultur besitzt, kann nicht mehr jung sein. Das muss man erst einmal akzeptieren.

Das Wort zum Neujahr

Ich weiß nicht, wie es Euch geht, aber manchmal habe ich das Gefühl, dass viel von der Unzufriedenheit, die derzeit durch unsere Gesellschaften wabert, tatsächlich ihren Ursprung im Persönlichen hat. Nämlich in der (allerdings nicht laut ausgesprochenen) Ahnung, dass da zunehmend Dinge vor sich gehen, die man mit seinen in der Vergangenheit erworbenen Kenntnissen nicht mehr deuten kann. Und auf die man sich deshalb nicht gut vorbereitet fühlt. „China erobert die Welt, und ich kann kein einziges chinesisches Schriftzeichen lesen!“ „Die ganze Technik wird virtuell und digital, dabei beherrsche ich doch gerade einmal einen Schraubendreher!“ Folglich heißt die einfachste Forderung: Schluss mit der Zukunft, wir wollen die Vergangenheit wiederhaben! (Aber trotzdem Internet und Klimaanlage im Auto)

Nun bin ich der Allerletzte, der behaupten würde, dass das alles Kinkerlitzchen sind. Denn natürlich müssen wir uns Fragen stellen in Punkten wie Teilhabe, soziale Gerechtigkeit, Digitalisierung, Selbstbestimmung. Müssen uns (und die politisch Verantwortlichen) fragen, ob das alles ohne Eingreifen gut und fair und in die richtige Richtung läuft, oder ob grundlegende Dinge neu verhandelt werden sollten. Aber so richtig behaglich fühle ich mich nicht dabei, in einer Reihe zu stehen mit Leuten, deren Motivation es weniger ist, „etwas daraus zu machen“ als vielmehr die Verweigerung zum Machtinstrument zu erheben. Das ähnelt so ein bisschen dem Versuch, den Fluss allein durch Bockigkeit aufhalten zu wollen anstatt Kanäle zu bauen, um ihn zu leiten.

Ihr seht schon, Stillstand und Verweigerung sind so gar nicht mein Ding. Aber ein blinder Zukunftsglaube ohne Rückbesinnungen ist es auch nicht. Das ist doch gerade das Privileg des Älterwerdens, dass es einem die Möglichkeit eröffnet, auf vergangene Zeiten zunehmend als Selbsterleber zurückblicken zu können. Und zwar in einem wählerischen Sinne. Also die geeigneten Dinge von früher vielleicht einzuflechten in die Visionen der Zukunft.

Und so haben sich in meinen Jahresrückblick (uff, Kurve gekriegt) diesmal heimlich ein paar Elemente eingeschlichen, die ich lange nicht beachtet hatte. Schaut also, was bei mir im Jahr 2018 ein Revival gefeiert hat. Und was davon ins Jahr 2019 hineinstrahlen könnte.

Rückblick auf Rückblicke

Es ist nicht so, dass ich zum ersten Mal einen persönlichen Jahresrückblick auf diesem Blog machen würde. Chez Matze und ich, wir sind schon ein ziemlich erfahrenes Gespann. Beim Klick seht Ihr die Rückblicke von 2010, 2011, 2012, 2013, 2014, 2015, 2016 und 2017. Einige Dinge haben sich selbstverständlich während dieser Zeit verändert. Zunächst sind die Bilder großformatiger geworden, und schließlich bin ich auf meine eigene Website gewechselt. Immer gleich geblieben sind jedoch die folgenden drei Rubriken, in denen ich meine Höhepunkte gekürt habe, nämlich Wein, Essen und Momente (letztere gern mit Reisen verbunden). So soll es also auch diesmal wieder sein.

Wein

Ein riesengroßes Wein-Trinkjahr war 2018 nicht. Wegen der immensen Hitze von April bis Oktober habe ich während dieser Zeit kaum große Weine getrunken, weil mir einfach nicht danach war. Meine Favoriten des Jahres stammen deshalb sämtlichst aus Proben des Winterhalbjahrs.

Comm. G.B. Burlotto – Barolo Monvigliero 2014

Jahresrückblick 2018 Burlotto Barolo

Die Rückkehr der Klassiker„, und zwar die Rückkehr in mein Weinleben, so könnte man die Aufstellung meiner drei Favoritenweine für 2018 betiteln. Allerdings ist es eine Rückkehr mit einem Twist. Denn als ich anfing, mich für Wein zu interessieren, habe ich zwar recht schnell von Barolo gelesen, jedoch nie einen besessen. Logisch, das überstieg mein Budget um das Vielfache. Einen Barolo, der gleichzeitig höchst traditionell, hell, langlebig und preislich einigermaßen auf dem Teppich geblieben ist, habe ich in diesem Jahr wieder einmal bei der ProWein getrunken. Schon die „einfache“ Version von Burlotto (etwa 30 € im Handel) finde ich höchst beachtlich – umso mehr natürlich die Einzellagen Cannubi und Monvigliero. Das ist Tradition auf weitsichtige Weise.

Domaine Armand Rousseau – Clos de la Roche Grand Cru 1990

Jahresrückblick 2018 Rousseau Clos de la Roche

Alle, die sich intensiver mit Wein beschäftigen, können mit diesen Angaben etwas anfangen: Domaine Armand Rousseau Clos de la Roche Grand Cru 1990. Das ist schlichtweg ein Traumwein aus dem Burgund, mehr braucht man eigentlich gar nicht zu sagen. Wer so etwas jeden Tag trinkt, …mit dem möchte ich interessanterweise überhaupt nicht tauschen, denn dem geht es vielleicht wie dem Scheich in seinem Palast: abgestumpft davon, alles haben zu können. Im Glas ist der Clos de la Roche erstaunlich hell und auch in seiner ganzen Erscheinung recht zart. Fast neigt man dazu, ihn ein wenig zu unterschätzen, wenn man ihm nicht die Zeit gibt, sich mit all seiner souveränen Langlebigkeit zu präsentieren. Ein übergroßer Klassiker in jedem Fall, und ich war froh, ihn probieren zu dürfen.

Domaine Sylvie Spielmann – Alsace Grand Cru Kanzlerberg Riesling 2004

Jahresrückblick 2018 Riesling Kanzlerberg Spielmann

Für einen trockenen Riesling sind 14 Jahre nach der Ernte auch schon eine beachtlich lange Zeit. Und das noch umso mehr, wenn es sich um einen Wein handelt, den ich vor einigen Jahren für 17 € im Supermarkt erstanden hatte. Noch älter ist der letzte Eintrag auf der Website des Biodyn-Weinguts. Aber was Sylvie Spielmann aus dem flächenmäßig kleinsten Grand Cru des Elsass holt, ist große Klasse und enorm langlebig. Ich habe das Gefühl, den Wein jetzt zu einem idealen Zeitpunkt geöffnet zu haben. Natürlich sichtlich gereift, aber weich und vollmundig, die ideale Kombination von Säure, Fruchtsüße und Körper. Gelber Apfel, Quitte, Kumquat, dazu eine feine Oxidationsnote – ja, das ist mein schönster Riesling 2018.

Maison Tenzan – Sparkling Sake Dosage Zéro

Jahresrückblick 2018 Tenzan Sparkling Sake

Kein Traubenwein, sondern ein Reiswein, aber ein ganz spezieller. Ich hatte gelesen, dass „Sparkling Sake“ im Moment besonders angesagt sein soll, wobei in den Berichten darüber gelegentlich ein etwas hochnäsiger Unterton mitschwang, so in dem Sinne „für Einsteiger und junge Frauen“. Ha! Da ich mich ohne Zweifel als Einsteiger in die Welt des Sake bezeichnen kann, und Dinge, für die sich junge Frauen heute begeistern, morgen vielleicht die Welt beherrschen, dachte ich mir, das müsste ich unbedingt auch einmal probieren. Allerdings nicht vom Kiosk um die Ecke, sondern aus dem feinen Fachhandel. Dieser Sparkling Sake von Tenzan ist ein Hybrid im Sinne „best of both worlds“, denn die Zweitgärung fand nach der méthode champenoise in der Flasche statt. Das Ergebnis? Enorm fein, trocken und auf eine dezente Art derart präsent, dass er zu Sushi alle ebenfalls dazu getesteten Traubenweine schlicht weggepustet hat. Ein Wink für’s neue Jahr.

Essen

Gutes Essen befriedigt nicht nur hedonistische Ansprüche, sondern es regt auch dazu an, über eigene Vorlieben, über Traditionen und Bewegungen zu diskutieren. Das haben meine vier Essmomente des Jahres definitiv getan, und zwar jeweils auf eine etwas andere Art und Weise.

Orechiette con Cime di Rapa – Bari

Jahresrückblick 2018 Orechiette con Cime di Rapa

Die Speise auf dem oberen Foto ist ohne Zweifel für die karge Jahreszeit gedacht, vielleicht sogar für den kargen Haushalt rund ums Jahr. Stängelkohl wird dabei in Brühe gegart und mit handgemachten Nudeln und ein bisschen zerstoßenen gesalzenen Sardellen auf den Teller gebracht. So oder so ähnlich haben sich Haushalte nicht nur in Bari (wo ich dies im Restaurant „Al Focolare“ gegessen habe), sondern in vielen Teilen der Welt ernährt. Interessanterweise dauert die Zubereitung auch nicht länger als eine Lieferung vom Pizzadienst oder der Besuch einer Fast Food-Filiale…

Essigbrätlein – Nürnberg

Jahresrückblick 2018 Essigbrätlein Nürnberg

Sehr aufschlussreich für mich war der Besuch im Essigbrätlein in diesem Jahr – dem immerhin einzigen Zwei-Sterne-Haus in Franken. Die dort angebotene Gemüseküche ist hochqualitativ, eine leichte Provokation für Luxusprodukt-Anhänger und gleichzeitig Jubelanlass für Freund/innen des Alt-Neuen. Allerdings handelt es sich nicht um ein Revival echter Zeiten „von früher“, denn – ebenso wie in einigen angesagten Neo-Bistrots in Frankreich, die ich in diesem Jahr besuchte – ein Element fehlte fast vollkommen. Und zwar die gute alte „Sättigungsbeilage“ in Form von Kartoffeln, von Pasta oder Reis. Es gibt Fleisch oder Fisch, und es gibt Gemüse, beides edel und raffiniert, aber es gibt kaum das „magenfüllende“ Element. Ist der Fokus auf zwei so unterschiedliche Pole ein Sinnbild für die Spaltung der (Ess-)Gesellschaft? Ist es der (versehentliche?) Einfluss des Low Carb-Healthtrends? Oder bin ich selbst vielleicht genauso old-fashioned wie Kartoffeln, Reis, Pasta, dass mir so etwas überhaupt auffällt? Spannende Diskussionen gab es auf jeden Fall nach solchen Resto-Besuchen, und so soll es sein.

Taboulé – Nürnberg

Taboulé syrisches Restaurant Nürnberg

Eine nicht wirklich angesagte Durchgangsstraße in einem noch weniger angesagten Stadtviertel in Nürnberg. Darin ein mittelgroßes Restaurant mit offener Küche, Mitnahmetheke, Neonlicht, keine Tischdecken. Das ist einer der am stärksten frequentierten Newcomer der hiesigen Restaurantszene, das Taboulé mit (offenbar authentischer) syrischer Küche. Es gibt Menschen, die einzeln zum Essen kommen, Freundeskreise und Familien mit Kind und Kegel. Die Herkünfte sind dem Erscheinungsbild nach bunt gemischt. Was ich bislang hier gegessen habe, hat mich alles ziemlich ausnahmslos überzeugt. Nachdem unser gutes altes Deutschland ja Ende 2015 einen für viele überraschenden Zuwachs bekommen hatte, war meine leise Hoffnung, dass sich das auch kulinarisch irgendwann auswirken würde. Jetzt scheint es also soweit zu sein. Gut so.

Dogen Bozu Ramen – Tokio

Jahresrückblick 2018 Tokyo Dogenbozu Ramen

„Die Rückkehr der Stammkneipe„. Ganz so kann man es vielleicht nicht betiteln, aber als ich im Herbst für mehrere Wochen im Tokioter Stadtviertel Shin-Nakano zu Hause war, da war mir irgendwie ein bisschen nach Etabliertheit. Nach einem Ort, an den ich gehen kann, ohne vorher aufgeregt sein zu müssen, weil ich nicht wüsste, was mich dort erwarten würde. Wenige Schritte von meiner Wohnung entfernt habe ich das in der Ramen-Bar Dogen Bozu gefunden. Es gibt dort zwei Sorten Ramen mit jeweils verschiedenen Zusatzmöglichkeiten, und beide sind exzellent. Wofür die beiden Inhaber stehen, daran lassen sie überhaupt keinen Zweifel. Zum einen sind sie große Fans des Baseball-Teams „Hiroshima Carps“ (die Rückwand ist mit Trikots geschmückt), zum anderen gibt es überall linke und pazifistische Botschaften. Nun muss ich beim Suppe essen nicht unbedingt über Politik diskutieren (was ich auch nie getan habe), aber mir war schnell und zu Recht klar, dies ist ein Ort, der einen Fremden wie mich nicht ablehnen würde.

Momente

Die schwierigste Rubrik in meinem Jahresrückblick. Nicht weil es keine schönen oder beeindruckenden Momente gegeben hätte, sondern weil sich Essen und Trinken leichter zuordnen lassen. Wenn ich früher einmal aufgeräumt hatte (was allerdings nicht allzu oft vorkam), hatte ich auch immer mit Büchern und CDs angefangen, weil das ebenso eckige wie greifbare Kategorien waren. Anders als die „Kiste mit verschiedenformigen Erinnerungen“… Ganz grob windet sich das Thema „Rückkehr“ diesmal um meine Momente des Jahres 2018. Aber es ist eine Rückkehr, die zu Neuentdeckungen anregt.

Bari, Italien – Die Rückkehr Italiens

Jahresrückblick 2018 Bari

Italien war das einzige anderssprachige Ausland, das ich in meiner Jugendzeit besucht habe. Und auch das nur in Form von dreimal Südtirol. Trotzdem war Italien für meine Eltern immer noch wesentlich mehr als Frankreich oder Spanien das Land, in dem die Zitronen blühen und zu dem man sich hingezogen fühlt. Ich selbst war dann durch meine ein bisschen zufällig in Frankreich geschriebene Diplomarbeit für lange Jahre fast völlig von Italien abgekommen. Dass uns beim ersten Rückkehrversuch auf dem Zeltplatz gleich das Auto aufgebrochen und ausgeräumt wurde, hat nicht wirklich zur neuerlichen Sympathiebildung beigetragen. Erst jetzt kehrt Italien slowly but steadily wieder in mein Leben zurück. Ein beeindruckender Startschuss war mein Kurzbesuch im süditalienischen Bari im Januar. Da wird noch mehr kommen (auch auf dem Blog).

Kopfbuche bei Gremsheim – Die Rückkehr meiner Dorfjugend

Jahresrückblick 2018 Kopfbuche Landprojekt

Wie oft besucht Ihr eigentlich noch den Ort, an dem Ihr aufgewachsen seid? Bei mir als typischem Dorfkind ist das nicht wirklich oft der Fall. Denn es gab ja Gründe, weshalb ich die Region verlassen wollte: keine qualifizierte Arbeit, keine neuen Leute, keine Weltzugewandtheit. Andererseits gibt es mittlerweile auch wieder viele Gründe für mich, sich mit dem Landleben in seinen unterschiedlichen Facetten zu beschäftigen. Noch bin ich selbst nicht „auf’s Dorf“ zurückgekehrt, habe aber über den Sommer in meinem Projekt „Neu auf dem Land“ einige Menschen besucht, die genau davon berichten können. 2019 werde ich diese Thematik ganz sicher fortentwickeln, denn ich habe das Gefühl, dass im Spannungsfeld zwischen Stadt und Land viele aktuelle Fragen verhandelt werden. Fragen, wie wir leben und zusammenleben wollen, Fragen von Platz und Geld natürlich, aber auch Fragen von lokaler Identität und globaler Teilhabe.

Weinreise Nahe

Jahresrückblick 2018 Nahe Weinberge

Von einer „Rückkehr an die Nahe“ kann ich wahrhaftig nicht sprechen, denn vor meiner diesjährigen Foto- und Wandertour war ich noch niemals dort. Das Rückkehrhafte äußert sich dann auch eher in dem Ansatz, den ich gewählt habe. Wie ein Geograph bin ich durch die Landschaft gestapft, um ihre interessantesten Weinberge zu erfassen und zu dokumentieren. Überraschenderweise bin ich ja tatsächlich ausgebildeter und irgendwie auch verinnerlichter Geograph, habe das aber über lange Jahre des Bürodaseins in der Praxis ein bisschen vernachlässigt. 2019 möchte ich solche „Regionsportraits“ definitiv öfter machen, vielleicht auch im Auftrag und mit einem bestimmten Fokus.

Die lange Zeit in Asien

Jahresrückblick 2018 Fuji Japan

Was mein Jahr 2018 nicht unerheblich geprägt hat, das waren meine sieben Wochen in Asien. Erst kurz in Seoul, dann lange in Tokio und dann noch in Hong Kong. Ich habe viel gelernt und gelesen (schließlich auch noch die WSET-Prüfung gemacht), habe viele schöne Momente erlebt, aber natürlich auch Situationen des Alleinseins. Zum Abschluss in Japan bin ich noch einmal nach Kamakura zum Daibutsu gefahren, obwohl ich ihn schon am Anfang meines Aufenthalts besucht hatte. Aber irgendwie hatte ich das Gefühl, dass da noch etwas fehlt. Vielleicht eine Anregung, wie es im Jahr 2019 weitergehen soll. Also kehrte ich noch einmal zurück, schaute mir zuerst den Fuji und die Angler an diesem wunderbaren Novembertag an und ging dann zum Daibutsu. Tatsächlich hatte er mir noch einen Ratschlag mitzugeben.

In diesem Sinne wünsche ich Euch für 2019 viel Schwung, Spaß am Leben und ein waches Köpfchen. Und all denjenigen, die mit ihrem Dasein hadern, gibt der japanische Dichter Shiki noch die folgenden Gedanken für einen Neuanfang mit auf den Weg:

Am Neujahrstag da

Sind ohne Gut und Böse

Doch alle Wesen.

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2 Kommentare zu Die Rückkehr von irgendwas: mein Jahresrückblick 2018

  1. LARichard sagt:

    Welch eine Anregung und positive aha-Momente beim Mitwandern durch diesen Rückblick. Im Jahr hat mir besonders gefallen Ihre profunde Darstellung der japanischen Weinkultur. So in dieser Form kann ich mich an keine ähnliche Expertise aus dem deutschsprachigen Raum erinnern.
    Danke dass ich teilnehmen konnte.

    • Matze sagt:

      Vielen Dank für das Kompliment! Ich bin auch immer froh, wenn sich jemand für ein solches Thema interessiert, über das hierzulande praktisch niemand schreibt…

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