Das soll das beste Bier der Welt sein?

Vor einiger Zeit habe ich von einem Leser den Tipp bekommen, das “Firestone Walker Pale 31” bei Gelegenheit mal zu testen. Warum? Weil es das beste Bier sei, das er je getrunken habe. Über solche Tipps freue ich mich wirklich jedesmal, denn Neugier gehört bei mir praktisch zu den genetisch festgelegten Eigenschaften. Und wenn eine Sache jemandem besonders geschmeckt hat, dann will ich das natürlich auch ausprobieren. Vorausgesetzt, es handelt sich um ein erschwingliches Gut, aber eine Flasche Bier ist ja kein Romanée-Conti. Da ich die kleinen Vergleichswettkämpfe liebe, habe ich dem kalifornischen Superbier noch ein solides englisches an die Seite gestellt, das “Samuel Smith Organic Best Ale“. Wer gewinnt also, die Neue oder die Alte Welt? Weiterlesen

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Südindisch essen in Paris: das “Malayane Café”

Paris ist wahrscheinlich nicht der allererste Ort, der einem einfällt, wenn es um authentisches indisches Essen geht. Aber so kann man sich täuschen. Eines der momentan dynamischsten und interessantesten Viertel für kulturelle und kulinarische Entdeckungen erstreckt sich nämlich von der Nordostseite des Gare du Nord bis zum Boulevard de la Chapelle. Und es ist ein indisches Viertel. Ein südindisches, um genau zu sein. Hier gibt es DVDs jenseits von Bollywood, farbenprächtig bestickte Umhänge und ebenso farbenprächtige frische Fische, blau schillernd mit gelben Punkten. Kein Wunder, dass man in den zahlreich vorhandenen Restaurants und Imbissen noch echte Entdeckungen machen kann. Weiterlesen

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Cabaret – der Rotwein aus dem Atlantik

Kennt Ihr das auch von Euch, dass Ihr eine Anfrage mit dem Argument ablehnt, so etwas “beim besten Willen” nicht machen zu können? Interessanterweise schwingt bei diesem Ausdruck nämlich genau das Gegenteil der objektiven Aussage mit. Sehr wohl wäre es mit gutem Willen möglich, hier etwas zu tun – allein, aus irgendeinem kühlen Grund fehlt Euch die rechte Motivation. So ähnlich ist es mir im übertragenen und umgekehrten Sinne bei diesem Post gegangen. Ich habe mir gesagt, “du kannst doch nicht schon wieder den Wein eines Winzers vorstellen, den du hier bereits lang und breit erwähnt hast. Aber beim besten Willen, bei diesem Produkt lässt es sich einfach nicht vermeiden.” Und warum ist das so? Weil es der charakterstärkste Wein ist, den ich seit langem getrunken habe. Weiterlesen

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Azeitão, portugiesischer Käse aus Distelmilch

Azeitão, das ist zunächst einmal ein Ort südlich von Lissabon. Mit dem Pendlerbus der Transportes Sul do Tejo kann man sogar in einer halben Stunde bis nach Azeitão fahren, um dem Käsegeheimnis auf die Spur zu kommen. Das stellt sich jedoch zunächst nicht ein – so ähnlich übrigens wie beim Camembert in Camembert, beim Gouda in Gouda oder beim Appenzeller in, nun ja, klar. In Azeitão, das einer Ansammlung kleinerer Vorstadtsiedlungen ähnelt, gibt es Olivenbäume (deshalb wahrscheinlich der Name des Ortes; “azeite” = “Olivenöl”) und Weinreben. José Maria da Fonseca hat hier seinen Sitz, einer der größten portugiesischen Weinproduzenten. Alles in allem nett und mediterran, aber wo ist der Käse? Weiterlesen

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Weiße Riesen von der Rhône mit der Bonner Weinrunde

Weißweine von der Rhône führen hierzulande ein Schattendasein. Kaum ein Weinhändler hat eine vernünftige Auswahl zu bieten. Die Argumentation lautet meist, dass die Kunden eher auf frische Rieslinge stehen würden. Damit beißt sich die Katze natürlich in den Schwanz, denn auf diese Weise wird niemand seine Vorurteile loswerden können. Glücklicherweise gibt es höchst private Bildungsinstitutionen wie die Bonner Weinrunde, deren harter Kern sich aus den Machern des unparteiischsten Weinblogs der Welt zusammen setzt. Und so saß ich denn letzten Samstag im “Grün der Zeit“, einer ausgesprochen sympathischen Weinhandlung in der Bonner Altstadt, und harrte der weißen Riesen, die da kommen sollten. Weiterlesen

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Kleiner internationaler Weizenwettstreit

In den nächsten Tagen soll es ja immens heiß werden. Gut, wie üblich im deutschen Sommer kladderadatscht es spätestens am dritten Tag wieder vom Himmel wie nichts Gutes, aber bis dahin dürfen wir schwitzen. Unter derartigen Bedingungen sind mir alkoholische Getränke in der Regel keine angenehmen Begleiter. Aber wenn schon irgendetwas Vergorenes den Weg in meine Kehle findet, dann ein richtig kühles Weizenbier. Seinen Ursprung hat das Gebräu mit Weizen bereits in Babylon und im alten Ägypten, bekanntermaßen auch nicht gerade kalte Landstriche. Heutzutage streiten hauptsächlich zwei obergärige Stile um die Weltvorherrschaft: der “bayerische” mit mindestens 50% Weizenanteil und der “belgische” mit Koriandersamen und Orangenschale. Heute stehen sich zwei der bekanntesten Repräsentanten gegenüber, dazu noch ein etwas, tja, exaltierter Außenseiter. Weiterlesen

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