ThaiBierPokal 2012: Singha vs Leo

“Thank God it’s Friday!”, ruft der gemeine U.S.-Amerikaner an diesem Wochentag zu dieser Uhrzeit aus. Kein Wunder, dass auch der in mannigfacher Zahl aus den Büros strömende Thai denselben Seufzer von sich gibt: “ขอบคุณพระเจ้าก็ศุกร์!” Weil so ein Feierabend erst richtig schön mit einem Feierabendbier ausklingt, haben sich mein australischer Kollege Rick und ich uns Folgendes ausgedacht: An jedem Freitag ab jetzt werden zwei thailändische Biermarken gegeneinander antreten. Das wird so lange gehen, bis wir alle durchgetestet haben, also geschätzte vier Wochen. Denn obwohl hier Bier in durchaus erheblichen Mengen konsumiert wird (vor allem von Australiern, aber die Diskussion sollte ich nicht gleich beim ersten Mal eröffnen), dürfte es alles in allem nicht mehr als acht unterschiedliche Marken geben. Weiterlesen

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Bangkok bequem: Take Away für die Mikrowelle

Es gibt diese Tage, an denen man sich gar nicht offensiv fühlt. An denen man am liebsten das Zimmer nicht verlassen möchte zum Essen. Und falls das doch sein muss, dann will man wenigstens nicht irgendwo auf dem Präsentierteller sitzen, wo einem alle beim ungeschickten Hantieren zuschauen. Noch dazu diese Hitze! Zehn Minuten genügen da völlig, um das frische Hemd vollgekleckert und verschwitzt aussehen zu lassen, als hätte man es seit zwei Wochen ununterbrochen getragen. Aber was tun, wenn man wie ich zwar ein klimatisiertes Zimmer mit einem riesigen Kühlschrank besitzt, aber keine Küche, sondern nur eine Mikrowelle? Ich habe mich also einmal in der Welt der vorgekochten Speisen umgesehen und einige davon in angenehm legerer Atmosphäre auf dem Zimmer verspeist. Weiterlesen

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Wieder in Bangkok

Kennt Ihr das auch? Ihr wart irgendwo vielleicht erst ein einziges Mal, aber wenn Ihr ankommt, findet Ihr den Weg zur Bahnstation wieder, starrt nicht ständig aufgeregt auf den Stadtplan, um an der richtigen Haltestelle auszusteigen, kauft Euch im Vorübergehen am Kiosk noch eine Zeitung oder einen schon beim ersten Mal probierten Softdrink. So etwas beruhigt ungemein, macht zufrieden und lässt das Ankommen leicht werden. Aus diesem Grund habe ich diesen Artikel auch mit in die Kategorie “Alltag” gesteckt, obwohl sich das Wort ein wenig deplatziert anhört bei dem, was ich hier mache. Weiterlesen

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“Aufbruch des trockenen Rieslings”: Weinprobe im Kameha Grand Hotel in Bonn

Als ich auf dem Weg zur Weinprobe in der Regionalbahn saß, stieg an irgendeiner rechtsrheinischen Hochhaussiedlung ein älterer Herr ein, leicht verwirrt offenbar. Er setzte sich hinter mich und begann zu singen. Nicht lärmend, sondern fein und akzentuiert, aber doch so laut, dass man es im ganzen Wagen vernehmen konnte. “Ich träumte von bunten Blumen, so wie sie wohl blühen im Mai; ich träumte von grünen Wiesen, von lustigem Vogelgeschrei, von lustigem Vogelgeschrei… Und als die Hähne krähten, da ward mein Auge wach; da war es kalt und finster, es schrien die Raben vom Dach.” Die Winterreise. Und draußen ziehen stillgelegte Industrieanlagen vorbei, Neubauten der 70er mit Satellitenschüsseln vor den Fenstern und braune, kahle Bäume. Wie passend. Da träumt jemand vom Frühling, vom Aufbruch, und wird radikal aus seinen Träumen gerissen. Auch ich bin im Winter unterwegs und träume vom Aufbruch, vom Aufbruch des trockenen Rieslings. Ob nach den ersten paar Schlucken säuerlich-gezehrter Flüssigkeit die sinnbildlichen Raben vom Dach schreien werden? Weiterlesen

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Ein Glas Marmelade für 18 Euro

“Etwas übertrieben”, mögt Ihr nach dem Lesen dieser Überschrift sagen. Stimmt. Das Glas hat nämlich nicht 18 € gekostet, sondern lediglich 17,95 €. Dafür waren in ihm auch nur 85 g Johannisbeer-Konfitüre enthalten. Einer Konfitüre allerdings, bei der alle Johannisbeerkerne per Hand mit Hilfe eines Gänsefederkiels entfernt wurden. Wenn Ihr jetzt denkt, dass wir hier bei Sonnenkönig-haften Attitüden angekommen sind, liegt Ihr gar nicht so falsch. Im lothringischen Bar-le-Duc haben sich in der Manufaktur von Anne Dutriez, “A la Lorraine“, Praktiken aus längst vergangenen Jahrhunderten erhalten. Weiterlesen

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Kölsches Bloggerkochen: Zum Teufel mit den guten Vorsätzen

Mein guter Vorsatz für 2012: mal wieder nett essen gehen. Und schon ist es da, das sich ewig perpetuierende (neuerdings eins meiner Lieblingsworte) Dilemma: Gehe ich hin zu diesem “Kochblogger-kochen-Event”, habe ich zwar meinen guten Voratz wahrgemacht, aber gegen ihr Motto verstoßen, das mit dem Teufel. Halte ich mich aber an das Motto, dann dürfte ich entweder gar nicht hingehen, oder sie müssten grottenschlecht kochen, damit der Vorsatz nicht erfüllt wird. Die kochenden Protagonisten ließen aber die Befürchtung zu, dass es wahrscheinlich doch ganz gut, wenn nicht gar exzellent wird. Ich sage nur: Nata von Pastasciutta, Marqueee von Allem Anfang… und Marco vom Marieneck, dem mobilen Kochereignis. Ort der Handlung: das Claers in Köln. Also Gummistiefel draußen ausziehen und rein in die gute Stube! Weiterlesen

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