Weihnachtsweine im Freundeskreis

Die Tage vor Weihnachten sind ja eigentlich die ideale Zeit für eine Weinprobe, bei der man auch einmal die wertvolleren Schätzchen aus dem Keller holt. Zum einen ist es draußen dunkel und kalt, was den Wunsch nach einem erfrischenden Bad im Fluss kleiner werden lässt als jenen nach einem Rotwein am Kamin. Zum anderen sind wir alle noch nicht so gesättigt wie nach mehreren Tagen des weihnachtlichen Herumfläzens auf dem Sofa. Ich komme also immer wieder sehr gern kurz vor Weihnachten ins Rheinland, um im Kreis echter Weinfreund/innen ein paar besondere Weine zu genießen.

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Paris im Dezember

Ich gebe zu, der Titel zu diesem Beitrag hört sich irgendwie ähnlich verlockend und positiv an wie “Deutschland im Herbst”. Und tatsächlich: “Disappointing…”, raunt es neben mir, als ich gerade das Foto oben vom Schaufenster des Kaufhauses Bon Marché mache. Jedes Jahr zur Weihnachtszeit gibt es dort eine häufig spektakuläre Installation aller möglichen beweglichen Objekte. In diesem Jahr scheinen die Touristen von den (noch) verschlossenen roten Päckchen weniger angetan. Aber – um mal wieder die Kurve zu kriegen – wie viele Dinge gibt es doch in Paris, von denen man angetan sein kann! Auch im Dezember. Ich habe versucht, Euch hier einige dieser Orte vorzustellen. Und ich gehe jede Wette ein, dass Ihr nicht alle davon kennen werdet…

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Vins Naturels in München

Nanu, ist mir da etwa ein Fehler in der Überschrift unterlaufen? Vins Naturels in München, sollte es das tatsächlich geben? Denn das sind Vins Naturels: naturbelassene, ungeschwefelte, ungeschönte, unfiltrierte Weine, ganz richtig, das intellektuell-alternative Zeug. Und das ist doch München: die aus Film, Funk und Fernsehen bekannte Mia-san-Mia-Metropole, in der jemand wie Mehmet Scholl schon als enorm subversiv gilt. Soll heißen: Es erfordert schon ein gerüttelt Maß an Überzeugungskraft und Verve, um diese beiden so ungleich scheinenden Partner an einen Tisch zu bringen. Genau das ist aber Claudia Sontheim und Wolfgang Panzer gelungen, von denen man in übergroßer Bescheidenheit sagen könnte, dass sie sich schon “eine Weile” mit derartigen Weinen beschäftigen. In ihren Münchner Etablissements, dem Restaurant M Belleville und der Weinhandlung Origine, fand am Wochenende nämlich eine kleine Vin Naturel-Messe statt. Winzerinnen und Winzer aus elf Weingütern waren dabei. Und ich auch. Weiterlesen

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Essen in Hong Kong: von Endocarp und Übersee

Zurück in Hong Kong. Oder vielmehr: immer noch in Hong Kong, denn seit Teil I dieser Mini-Serie über Essen in Hong Kong ist ja gerade erst eine Woche vergangen. Während sich die Sonne auf fast übersinnliche Weise an der Glasfront des 484 Meter hohen ICC-Wolkenkratzers spiegelt, beginnt es zu unseren Füßen im Häusergewirr langsam richtig zu wuseln. Ich bin im Stadtteil Wan Chai und frage mich, was ich mir wohl zum Frühstück besorgen soll. Denn morgens mit leerem Magen aus der Wohnung zu gehen, ist ein denkbar schlechter Start in den Tag. Zum Glück habe ich diese elende Gewohnheit seit Studentenzeiten nicht mehr. Weiterlesen

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Essen in Hong Kong: von Fischhaut und Sternen

Hong und Kong, die ungleichen Brüder, Ihr kennt sie bestimmt. Oben auf dem Foto stellt sich Hong idealtypisch vor: Die Sonne scheint, Boote tummeln sich im Hafen, und hinten zeigt die Skyline sauber glänzende Hochhäuser. Nach der Arbeit in der Großbank trifft man sich dann in ebenso sauber designten Bars und Restaurants, es gibt ein bisschen internationales Fingerfood, dazu plätschert die Lounge-Musik.

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Burgund-Giganten: Domaine Leroy vs Comte de Vogüé

Allzu häufig kommt es nicht vor, dass ich richtig große rote Burgunder trinke. Das hat – Ihr könnt es Euch denken – weniger damit zu tun, dass ich solche Weine nicht mögen würde. Ganz im Gegenteil. Wer Rotweine möglichst elegant, vielschichtig, duftig, dennoch alterungsfähig und mit einer riesengroßen Historie ausgestattet haben möchte, voilà, da führt kein Weg, aber wirklich überhaupt keiner, an großen Burgundern vorbei. Leider weiß das die ganze Welt, es wissen die Burgundwinzer selbst und auch ihre Zwischenhändler, so dass die Preise für die richtig berühmten Namen in den letzten Jahrzehnten geradezu explodiert sind. Rund 600 € hätte mich eine der Flaschen jeweils gekostet, die ich Euch hier vorstellen möchte. Weiterlesen

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