
Neulich sprach mich mein leicht verunsicherter Biofreund B. an. Böswillige Bekannte hätten behauptet, biologisch oder gar biodynamisch erzeugter Wein könne nie so gut sein wie konventioneller, weil man ja wisse, dass Bio entweder nur Marketing sei oder aber mit grauslichen Weinfehlern einhergehe. Ich konnte ihn damit beruhigen, dass mit den Burgundergütern Romanée-Conti und Leroy die wertvollsten Weine der Welt biodynamisch bewirtschaftet werden. Selbst im konservativen Bordelais tut sich einiges: Climens ist bereits biodyn, Latour und Margaux sind im Umstellungs- und Zertifizierungsprozess. Vielleicht hätte ich den Biofreund auch einfach mitnehmen können zur 501Biodyn-Messe nach München. Denn da wäre auf die Theorie auch noch die Praxis gefolgt…



Vielleicht habt Ihr es schon gemerkt, obwohl es etwas schleichend daher kam: chezmatze.wordpress.com gibt es nicht mehr. Die Blogadresse lautet jetzt schlicht chezmatze.de, und alle, die noch den alten Namen eingeben, werden auf die neue Seite umgeleitet. Ich habe mich zu diesem Schritt entschieden, weil ich nun einen eigenen Server habe und auch nicht mehr wollte, dass Ihr irgendwelche Zwangswerbung und Pop-Ups zu sehen bekommt.
Die Prowein in Düsseldorf ist mittlerweile die größte Weinmesse der Welt und damit das wichtigste Event im Jahreskalender für fast alle Menschen, die beruflich mit Wein zu tun haben. Hier werden große und kleinere Geschäfte abgewickelt, Netzwerkkontakte gepflegt, die neuesten Erscheinungen und Entwicklungen diskutiert. Beim Gang durch die Hallen wird den geneigten Besuchern schnell bewusst, dass Wein ein globales Phänomen ist und gleichzeitig eine Stufe der Sophistication erreicht hat wie kein anderes Nahrungs- oder Genussmittel. Es ist diese ungeheure Diversität, dieses Wimmelbild multipler Lokalitäten, das mich immer wieder an der Weinkultur begeistert. Deshalb habe ich einen meiner drei Prowein-Tage ganz der Suche nach Weinen aus Rebsorten gewidmet, die diese Vielfalt symbolisieren. 