Was ist eigentlich aus meinem Cider-Projekt geworden?

120930Vielleicht könnt Ihr Euch als Stammleser daran erinnern: Im letzten Spätherbst hatte ich beschlossen, unter die Hobby-Cidermaker zu gehen. Wer noch einmal nachlesen möchte, was dabei alles passiert ist, hier ist der Link auf den Artikel. Die Sache sah zunächst nur mäßig gut aus: Obwohl der Apfelertrag im letzten Jahr riesig war, hatte ich ausgerechnet in der entscheidenden Phase ganz wenig Zeit, mich darum zu kümmern. Netterweise ist deshalb mein Vater losgezogen und hat – wohlgemerkt mit offizieller Genehmigung – eine große Menge an Äpfeln von Streuobst- und Straßenbäumen geholt. Weiterlesen

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Weinrallye # 64: Welch seltsamer Sprudel – “Boisson Rouge” von Emile Hérédia

WeinDie Verwirrung fängt schon bei dem Namen an: “Boisson Rouge”, “rotes Getränk”, was mag das wohl sein? Das Etikett gibt sich zwar optisch blubbernd, inhaltlich aber zugeknöpft: ein “Vin de France”, bei dem weder Jahrgang noch genauere Herkunftsbezeichnung irgendwo vorhanden sind. Immerhin scheint es ja ein Wein zu sein, denn bei dem Kronkorken wäre man spontan nicht unbedingt darauf gekommen. Was bei den Angaben auf dem Etikett auch noch fehlt, ist die (liebe Leute, wie grotesk!) einzig verpflichtende Zusatzstoff-Angabe, nämlich die nach zugesetztem SO2. Aus der Kombination alljener doch eher ungewöhnlicher Hinweise folgere ich messerscharf, dass es sich hier um einen “vin naturel” handeln muss. “And somehow fizzy”, meint der Verkäufer im Whole Foods zu Kensington noch dazu, denn persönlich kennt er den Wein nicht. Weiterlesen

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Kretische Skizzen – Essen und Trinken

FischkatzeWenn man über kretische Lebensgewohnheiten spricht, und das insbesondere mit einem Kreter selbst, wird man um die beiden folgenden Fixsätze nicht herumkommen: 1. Der gewöhnliche Kreter wird besonders alt. 2. Das gelingt ihm dadurch, dass er so gesund isst. Die Kreter hätten quasi durch die Kombination aus klimatischen Voraussetzungen und göttlicher Eingebung die ganzen Grundsätze von „healthy food“ – vitaminreich, ballaststoffreich, antioxidativ – bereits seit mehreren tausend Jahren verinnerlicht. Nun bin ich ja jemand, dem dieser Gesundheitsquatsch gehörig auf die Nerven geht. Wer vornehmlich funktional isst und nicht etwa mit der Absicht der kulturellen und geschmacklichen Horizonterweiterung, mag meinetwegen eine neue protestantische Sekte aufmachen, aber bitteschön keinen Foodblog führen. Und so waren denn auch primär ökonomische Gründe dafür verantwortlich, dass die Kreter in der Tat rein statistisch viel weniger Fleisch, viel mehr Hülsenfrüchte, viel mehr Obst und viel mehr Fett zu sich nehmen als die durchschnittlichen Finnen oder Holländer. Weiterlesen

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Kretische Skizzen – Reisen und Schauen

ChaniaKreta ist eine touristisch geprägte Insel, das wird bei rund zwei Millionen Urlaubern im Jahr niemand bestreiten wollen. Kreta ist aber auch eine große und vielseitige Insel. Auf diese Weise treten die Pauschaltouristen nur geklumpt an bestimmten Orten der Nordküste in Erscheinung, die Wandertouristen stromern zur Mittagszeit verschwitzt und mit komplett roten Bonjen [landsch. für “(runder) Kopf”] durch die gebirgigen Gegenden, während Frühachtziger-Alternative die Südküste bevorzugen. Und dazwischen bleibt viel Platz für Schafe, Ziegen, Dörfer und Kreter. Wir haben uns überall ein bisschen herumgetrieben, und von den dabei entstandenen skizzenhaften Eindrücken könnt Ihr hier lesen. Weiterlesen

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Wein aus Kreta: die Domaine Lyrarakis

Weingut hinter RebenWeinbau in Griechenland, das ist eigentlich eine Kombination aus dem Bilderbuch. Begünstigt von einer mediterranen Natur, in der fast nichts so gut gedeiht wie Reben; getragen von einer uralten Weinkultur, die im Herzen der Bevölkerung fest verankert ist. Und dennoch: Der griechische Wein hat international bei weitem nicht den Stellenwert, den er haben könnte. Woran das liegt? Hm, da muss man wohl ein ganzes Bündel an Gründen aufführen. Zunächst einmal waren die politischen Verhältnisse fast immer ungünstig. Ob Oligarchie, Militärdiktatur oder Verstaatlichungszwang, die Entwicklung eines vielschichtigen und individuellen Weinbaus wurde von keinem System wirklich gefördert. Und ob die Bauern ihre Trauben nun bei den reichen Familien des Landes ablieferten oder in die großen Tanks der Genossenschaft gaben, immer war es ein Brotjob ohne die Möglichkeit eines eigenen kreativ-künstlerischen Ausdrucks. Weiterlesen

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Welcome to Heraklion

Heraklion (1280x852)Gerade in Heraklion angekommen, 25 Grad, ungewohnt. Unten beim Kioskmann mit dem gelben Dach habe ich mir gleich mal das Standard-Vertreter-Package geholt: Eine Flasche Bier und eine kleine Tüte Chips. Die Chips schmecken wirklich gut, die Firma heißt Tsakiris, die Sorte “Kräuter von den Ägäis-Inseln” oder so ähnlich. Das Bier von Heineken besticht dagegen eher mit äußeren Werten, und zwar dem Aufdruck des Champions-League-Pokals. Und draußen der milde Wind vom Meer. So kann es weitergehen…

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