Biertour Bamberg (Teil 2)

Aussicht SpezialkellerEin dreiviertel Jahr ist seit meinem ersten Artikel über die Bamberger Bierwelt vergangen, und schon folgt hier Teil 2 mit allen anderen Brauereiwirtschaften. Warum die zeitliche Lücke so groß ist? Nun, natürlich kann man auch in der kalten Jahreszeit nach Bamberg kommen und in gemütlichen Stuben sein Bier trinken. In den Fällen des berüchtigten Greifenklau-Bockbieranstichs oder des Weihnachts-Doppelbocks “Schlenkerla Eiche” sogar mit Spezialitäten, die Ihr im Sommerhalbjahr nie probieren könntet. Aber, seien wir ehrlich, Bamberg ist im Sommer einfach noch viel schöner. So wie jetzt, wenn es einen am Abend schier auf die Keller drängt. Zur blauen Stunde hat man dann das Gefühl, Dom und Michaelsberg würden die Schnittstellen darstellen, an denen Himmel und Erde farblich zueinander kommen. Weiterlesen

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Quertest Riesling 2008: der erste Teil

GläserIrgendwann kommen wir Weinfreunde alle mal an so einen Punkt. Da sitzt man dann also an seinem Denker-Schreibtisch und versucht, die eigene weingenüssliche Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft miteinander in Beziehung zu setzen. Die Vergangenheit, so sollte es auch sein, war geprägt von einem stark explorativen Ansatz: alles Mögliche kaufen, probieren, aha sagen, und weiter mit etwas anderem. Jetzt in der Gegenwart stelle ich fest, dass mein Weinkeller ziemlich voll ist, ausgestattet mit etlichen sehr schönen Dingen, aber halt entsprechend unsystematisch. Was die Zukunft anbelangt, muss das natürlich jeder mit sich selbst ausmachen. Ich habe mir jedenfalls drei Ziele vorgenommen: im Quervergleich entscheidende Unterschiede lernen, zwei bis drei “große” Weine in den Keller legen (darüber habe ich auf dem Blog hier schon einmal nachgedacht) und schließlich in nicht allzu ferner Zukunft ausschließlich solche Weine kaufen, die mir von der Gesamtphilosophie ihres An- und Ausbaus her gefallen. Weiterlesen

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Was ist eigentlich aus meinem Cider-Projekt geworden?

120930Vielleicht könnt Ihr Euch als Stammleser daran erinnern: Im letzten Spätherbst hatte ich beschlossen, unter die Hobby-Cidermaker zu gehen. Wer noch einmal nachlesen möchte, was dabei alles passiert ist, hier ist der Link auf den Artikel. Die Sache sah zunächst nur mäßig gut aus: Obwohl der Apfelertrag im letzten Jahr riesig war, hatte ich ausgerechnet in der entscheidenden Phase ganz wenig Zeit, mich darum zu kümmern. Netterweise ist deshalb mein Vater losgezogen und hat – wohlgemerkt mit offizieller Genehmigung – eine große Menge an Äpfeln von Streuobst- und Straßenbäumen geholt. Weiterlesen

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Weinrallye # 64: Welch seltsamer Sprudel – “Boisson Rouge” von Emile Hérédia

WeinDie Verwirrung fängt schon bei dem Namen an: “Boisson Rouge”, “rotes Getränk”, was mag das wohl sein? Das Etikett gibt sich zwar optisch blubbernd, inhaltlich aber zugeknöpft: ein “Vin de France”, bei dem weder Jahrgang noch genauere Herkunftsbezeichnung irgendwo vorhanden sind. Immerhin scheint es ja ein Wein zu sein, denn bei dem Kronkorken wäre man spontan nicht unbedingt darauf gekommen. Was bei den Angaben auf dem Etikett auch noch fehlt, ist die (liebe Leute, wie grotesk!) einzig verpflichtende Zusatzstoff-Angabe, nämlich die nach zugesetztem SO2. Aus der Kombination alljener doch eher ungewöhnlicher Hinweise folgere ich messerscharf, dass es sich hier um einen “vin naturel” handeln muss. “And somehow fizzy”, meint der Verkäufer im Whole Foods zu Kensington noch dazu, denn persönlich kennt er den Wein nicht. Weiterlesen

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Kretische Skizzen – Essen und Trinken

FischkatzeWenn man über kretische Lebensgewohnheiten spricht, und das insbesondere mit einem Kreter selbst, wird man um die beiden folgenden Fixsätze nicht herumkommen: 1. Der gewöhnliche Kreter wird besonders alt. 2. Das gelingt ihm dadurch, dass er so gesund isst. Die Kreter hätten quasi durch die Kombination aus klimatischen Voraussetzungen und göttlicher Eingebung die ganzen Grundsätze von „healthy food“ – vitaminreich, ballaststoffreich, antioxidativ – bereits seit mehreren tausend Jahren verinnerlicht. Nun bin ich ja jemand, dem dieser Gesundheitsquatsch gehörig auf die Nerven geht. Wer vornehmlich funktional isst und nicht etwa mit der Absicht der kulturellen und geschmacklichen Horizonterweiterung, mag meinetwegen eine neue protestantische Sekte aufmachen, aber bitteschön keinen Foodblog führen. Und so waren denn auch primär ökonomische Gründe dafür verantwortlich, dass die Kreter in der Tat rein statistisch viel weniger Fleisch, viel mehr Hülsenfrüchte, viel mehr Obst und viel mehr Fett zu sich nehmen als die durchschnittlichen Finnen oder Holländer. Weiterlesen

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Kretische Skizzen – Reisen und Schauen

ChaniaKreta ist eine touristisch geprägte Insel, das wird bei rund zwei Millionen Urlaubern im Jahr niemand bestreiten wollen. Kreta ist aber auch eine große und vielseitige Insel. Auf diese Weise treten die Pauschaltouristen nur geklumpt an bestimmten Orten der Nordküste in Erscheinung, die Wandertouristen stromern zur Mittagszeit verschwitzt und mit komplett roten Bonjen [landsch. für “(runder) Kopf”] durch die gebirgigen Gegenden, während Frühachtziger-Alternative die Südküste bevorzugen. Und dazwischen bleibt viel Platz für Schafe, Ziegen, Dörfer und Kreter. Wir haben uns überall ein bisschen herumgetrieben, und von den dabei entstandenen skizzenhaften Eindrücken könnt Ihr hier lesen. Weiterlesen

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