
Was macht man als Winzer, wenn man schon 40 Jahrgänge eingebracht hat und feststellt, dass das eigene Weingut irgendwie kein echtes Profil besitzt? Solide Arbeit, sicher, aber keinerlei bekannte Lagen, keine charakterlich aufregenden Weine, dasselbe wie in allen Nachbardörfern. Da kann man sagen, gut, dann mache ich noch ein paar Jahre weiter, verkaufe meine 13 ha und setze mich zur Ruhe. Es sei denn, man heißt Volker Benzinger und beschließt, gerade jetzt wäre doch ein guter Zeitpunkt, noch einmal etwas völlig Neues auf die Beine zu stellen. In diesem Fall trifft man sich vielleicht mit aufgeschlossenen Weinmenschen und überlegt gemeinsam, was denn fehlt, was man sich eigentlich schon lange gewünscht hat, ohne sich an die Umsetzung zu wagen. Das Ergebnis: Weg mit der Chemie aus dem Weinberg, Handarbeit ist angesagt, ebenso im Keller. Eine experimentelle Weinlinie mit naturtrüben Weinen ohne Schwefelzusatz muss her. Weiterlesen





