Weinreise Loire (II): die Rebsorten

Savennières2 Liebe Freundinnen und Freunde der übermäßig gründlichen Vorbereitung, selbst wenn dies schon der zweite Teil unserer “Weinreise” entlang der Loire ist, wird Euch positiv aufgefallen sein, dass wir noch überhaupt nicht losgefahren sind. Um Euch weiter fröhlich zu stimmen, sei darauf hingewiesen, dass sich dies auch im Verlauf des vorliegenden Teils nicht ändern wird. Womit ich die werte Leserschaft nämlich noch in gebotener Ausführlichkeit bekannt machen möchte, das sind die Rebsorten, die im Tal der Loire angepflanzt werden. Wirklich von Bedeutung für die großen Weine der Region sind dabei nicht mehr als eine Handvoll. Interessanterweise ist es aber nicht so, dass diese Rebsorten alle von der Quelle bis zur Mündung gleichermaßen vorkommen. Vielmehr wirkt das Loiretal rebsortentechnisch fast so wie einen Aneinanderreihung von Inseln: die Rebsorte, die auf der einen Insel dominiert, ist auf der nächsten kaum noch existent. Weiterlesen

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Weinreise Loire (I)

Coteaux du LayonProlog: Neulich habe ich zum Spaß einmal alles durchgezählt. In meinem Keller lagern 105 verschiedene Weine von der Loire, fast alle namhaften Güter sind darunter. Das ist mehr als aus jeder anderen Region. Außerdem war ich bereits an der Loire unterwegs, habe Winzer besucht, viel probiert und mich irgendwie rundum wohl gefühlt. Aber wie konnte es dazu kommen, dass mich die Weine dieser riesigen und dennoch irgendwie unspektakulär wirkenden Gegend so besonders faszinieren? Und was fange ich jetzt mit meinem Wissen an? Weil ich gern einmal die zweite Frage vor der ersten beantworte, hatte ich mir zunächst überlegt, einfach einen kleinen Post auf diesem Blog über die Weine von der Loire zu veröffentlichen. Nach dem ersten Brainstorming wurde mir allerdings klar: Es geht hier nicht um „einen kleinen Post“. Weiterlesen

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Seeigel aus der Dose

SeeigelWas Ihr bislang nicht wisst, mir aber jeden Tag wieder schmerzlich bewusst wird: Ich bin schrecklich immobil zur Zeit. Ich habe mir nämlich dummerweise eine Sportverletzung der übleren Art zugezogen. Während also alle anderen an den See fahren, in den Biergarten gehen oder gar den Urlaub am Meer verbringen, ist mein Klumpfuß bis zum Knie in einen üppig gefütterten Stiefel mit Schiene gehüllt. Wenn aber ich schon nicht ans Meer komme, wie kann ich dann das Meer möglichst nah an mich heranholen? Ganz einfach: mit Seeigel aus der Dose. Weiterlesen

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Was Parker meint…

100 PPRobert M. Parker Jr. gilt wahlweise als Gott oder Antichrist. Jeder, der sich ein bisschen für Wein interessiert, wird bei der Erwähnung des Namens „Parker“ automatisch Position beziehen (könnt Ihr im Freundeskreis ruhig einmal ausprobieren). Die einen weisen darauf hin, dass er uns die massiven, überreifen Roten beschert habe, in denen ein Löffel stehen kann (in diesem Sinne ist auf dem Foto ein 100 PP = Parker-Punkte-Wein abgebildet). Die anderen halten dagegen, er habe uns aber auch gezeigt, wie ein einzelner Mensch mit seinem individuellen Geschmack die Welthoheit der Werturteile im Weinbereich erringen kann – ohne dass sein Name mit Begriffen wie „Bestechlichkeit“ oder „Gunstbepunktung“ in Zusammenhang gebracht werden würde. Weiterlesen

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Biertour Bamberg (Teil 2)

Aussicht SpezialkellerEin dreiviertel Jahr ist seit meinem ersten Artikel über die Bamberger Bierwelt vergangen, und schon folgt hier Teil 2 mit allen anderen Brauereiwirtschaften. Warum die zeitliche Lücke so groß ist? Nun, natürlich kann man auch in der kalten Jahreszeit nach Bamberg kommen und in gemütlichen Stuben sein Bier trinken. In den Fällen des berüchtigten Greifenklau-Bockbieranstichs oder des Weihnachts-Doppelbocks “Schlenkerla Eiche” sogar mit Spezialitäten, die Ihr im Sommerhalbjahr nie probieren könntet. Aber, seien wir ehrlich, Bamberg ist im Sommer einfach noch viel schöner. So wie jetzt, wenn es einen am Abend schier auf die Keller drängt. Zur blauen Stunde hat man dann das Gefühl, Dom und Michaelsberg würden die Schnittstellen darstellen, an denen Himmel und Erde farblich zueinander kommen. Weiterlesen

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Quertest Riesling 2008: der erste Teil

GläserIrgendwann kommen wir Weinfreunde alle mal an so einen Punkt. Da sitzt man dann also an seinem Denker-Schreibtisch und versucht, die eigene weingenüssliche Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft miteinander in Beziehung zu setzen. Die Vergangenheit, so sollte es auch sein, war geprägt von einem stark explorativen Ansatz: alles Mögliche kaufen, probieren, aha sagen, und weiter mit etwas anderem. Jetzt in der Gegenwart stelle ich fest, dass mein Weinkeller ziemlich voll ist, ausgestattet mit etlichen sehr schönen Dingen, aber halt entsprechend unsystematisch. Was die Zukunft anbelangt, muss das natürlich jeder mit sich selbst ausmachen. Ich habe mir jedenfalls drei Ziele vorgenommen: im Quervergleich entscheidende Unterschiede lernen, zwei bis drei “große” Weine in den Keller legen (darüber habe ich auf dem Blog hier schon einmal nachgedacht) und schließlich in nicht allzu ferner Zukunft ausschließlich solche Weine kaufen, die mir von der Gesamtphilosophie ihres An- und Ausbaus her gefallen. Weiterlesen

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