Feuervogel & Co. – die außerfränkischen Silvaner

Silvaner Rheinhessen

Ich glaube mich daran erinnern zu können (so beginnen Geschichten mit einem langen Bart), dass ich vor langer Zeit einmal ein Kabarettprogramm namens Die Außerfränkischen gesehen hätte. Oder zumindest eines, das so ähnlich hieß. Tante Google meint zwar, dass ich mich in der Hinsicht stark getäuschelt haben muss, aber irgendwie glaube ich trotzdem daran. Jedenfalls ist mir diese Bezeichnung wieder eingefallen, als ich im Rahmen der GROSSEN SILVANER-SCHAU nach besonderen Exemplaren außerhalb Frankens gesucht habe. Und ich denke, ich habe sie auch gefunden. Den Feuervogel von Keller, den Leopold von Battenfeld-Spanier, Elsass, Südtirol, bunt gemischt. Nur, halten sie auch in der Praxis, was sie an Vorschusslorbeeren versprechen?

Silvaner-SchauWo gibt es Silvaner außerhalb von Franken?

Aus Österreich soll er stammen, unser Silvaner. Aber ehrlich gesagt begann seine Erfolgsgeschichte erst, nachdem er Mitte des 17. Jahrhunderts weiter und immer weiter nach Westen gebracht wurde. Um 1900 war er die meist angebaute Sorte in Deutschland, heute hält er immerhin noch den dritten Platz. Deutschland steht aber mit über 5.000 ha weiter mit großem Abstand an der Spitze der Silvanerproduzenten, und zwar – mengenmäßig abgestuft – Rheinhessen, Franken und die Pfalz. Im Elsass gibt es ungefähr genauso viel Sylvaner (wie er dort heißt) wie in Franken. Ab dann gehen wir in Bereiche von weniger als 300 ha Anbaufläche je Land. In der Schweiz (als Johannisberg), in Südtirol, in fast allen osteuropäischen Ländern, überall wächst ein bisschen von unserer Lieblingsrebsorte.

Für die Auswahl meiner sechs außerfränkischen Silvaner bin ich letztlich bei dreimal Rheinhessen, der Pfalz (Porzelt als Spezialisten hatten wir ja schon), dem Elsass und Südtirol gelandet. Es gibt zweimal Silvaner, viermal Sylvaner und bei den Verschlüssen zweimal Diam, viermal Naturkork und nullmal Schrauber. Auch interessant, oder? Die Reihenfolge der Weine im Artikel entspricht übrigens derjenigen meiner ersten Blindrunde. Ein reines Zufallsprinzip also.

Südtirol – Strasserhof AnJo

Strasserhof Sylvaner Südtirol

In Südtirol bevorzugt der Sylvaner mit dem Eisacktal die kältere Zone des Anbaugebiets. Im Unterland dürften die ohnehin oft nicht ganz schlanken Weißen dann doch etwas zu üppig werden. Aus den vielen interessanten Sylvanern der Region habe ich den AnJo 2017 vom Strasserhof ausgesucht. Warum? Nun, zum einen hatte ich Garlider, der auch ein Favorit gewesen wäre, hier schon einmal. Und zum anderen wurde der AnJo im Slow Wine Guide Italia als grande vino gepriesen. Das ist (noch) keine inflationär gebrauchte Bezeichnung in dem Guide, und deshalb war ich sehr gespannt. 15,50 € übrigens beim Online-Shop vom Bozener Winestore.

Verschlossen mit einem Diam 5, strömt ein intensiv duftender Wein ins Glas. Interessant und unerwartet für mich. Sehr expressive Noten nach Mandarine und Aprikose, nicht aufgesetzt, aber schon anders, als ich Silvaner sonst kenne. Auch im Mund ist da viel Frucht, helle Grapefruit vor allem, der Wein erscheint ungemein leicht, beschwingt, sommerlich. Ein bisschen frage ich mich deshalb zunächst schon, weshalb die Slow Winer daraus einen grande vino machen. Aber wenn ich mir vorstelle, als Tester vorher 40 plumpe Pinot Grigios probiert zu haben, dann würde ich hier auch erleichtert seufzen. Kein großer Wein für mich, aber ungemein schmackhaft und in die Jahreszeit passend.

Rheinhessen – Battenfeld-Spanier Leopold

Battenfeld-Spanier Sylvaner Leopold

Gute rheinhessische Silvaner muss man zwar nicht mit der Lupe suchen, aber sie drängen sich auch nicht auf. Fast jedes Weingut hat zwar einen Silvaner im Programm, über die unterste Kategorie als Gutswein kommt er allerdings erstaunlich selten hinaus. Ausnahmen sind (unter anderem) Wagner-Stempel, Wittmann, Riffel oder eben Battenfeld-Spanier. Deren Rieslinge schätze ich ja ohnehin sehr, und deshalb war es eine logische Folge, dass ich auch den Grünen Sylvaner Leopold hier aufnehmen würde. Ich habe mich für den 2018er und gegen den 2019er entschieden, weil ich weiß, dass diesen Weinen ein bisschen Reife gut tut. Ein Jahr älter also und 19 € ab Hof.

Der Leopold legt sofort mit dieser für mich typischen Nase à la „neuer VDP“ los. Nicht aufdringlich, aber präsent. Mineralischer Touch, Zitrus, rauchig-reduktive Spontinoten, ihr wisst vielleicht, was ich meine. Am Gaumen bietet der Leopold sehr helle Nuancen, Senfmehl, Birne, weißen Pfirsich, dazu etwas Zimt. Es gibt eine deutlich pieksende Fruchtsäure, dazu ein kleines Süßegefühl (analytisch 7 g S, 4 g RZ), und ein bisschen fühle ich mich tatsächlich an Riesling erinnert. Mit 12,5 vol% ist das ein vergleichsweise leichter Wein, und wenn ich den überheißen Jahrgang 2018 in Betracht ziehe, muss das eine sehr frühe Ernte gewesen sein. Das Ergebnis ist ein frischerer und weniger flächiger Wein als erwartet. Fast möchte ich ihn wie einen Kabi solo auf der Terrasse trinken.

Pfalz – Nussbaum-Projekt Löss & Kalk

Nussbaum-Prokejt Sylvaner Löss und Kalk

Dieser Wein ist ein bisschen der große Unbekannte meines Tests. Das Nussbaum-Projekt ist das Werk von drei Freunden, die sich auf dem Weincampus in Neustadt kennengelernt hatten. Die Produktionsmengen sind bislang noch ausgesprochen klein, Enthusiasmus und Engagement aber ausgesprochen groß. Extrem schonender An- und Ausbau kennzeichnet die Weine, unter denen der Löss und Kalk der einzige Silvaner ist. Maischegärung, Holzfassausbau, sehr lang auf der Hefe, keine Filtration, ganz geringe Schwefelgabe, 11 vol% – und nur 12 € ab Hof. Ich war sehr gespannt.

Wenig überraschend ist der Löss und Kalk der dunkelste Wein im Test, aber nicht etwa orange-mäßig, sondern in leuchtendem Gelb. Die Nase ist durch die andere Herstellungsart auch völlig anders als bei allen anderen. Fruchtfrei, getrocknete Kräuter, etwas Zimt, minimal Nana-Minze, sehr herbstlich. Im Mund gibt es erst einmal eine sehr schön stimmige Säure, einen mittelleichten Körper und Noten von Bratapfel, Zimt und reifer gelber Pflaume. Als Freak probiere ich die Weine über Tage, und siehe da, der Nussbaumer wird immer besser. Ja, das ist ein individueller Wein, und man spürt schon Maischegärung und Holzfassausbau. Aber alles wird mit der Zeit so unglaublich harmonisch – ein genialer Essensbegleiter. Ich trau es mich fast nicht zu sagen, aber das ist tatsächlich meine Nr. 1.

Elsass – Boeckel Zotzenberg Grand Cru

Boeckel Sylvaner GC Zotzenberg Alsace

Der Sylvaner teilt im Elsass das Schicksal seiner Kollegen in Rheinhessen und in der Pfalz. Einen neutraler Schoppenwein zu produzieren ist ihm gestattet, mehr aber auch nicht. Oder nur selten. Ostertag und Weinbach als berühmte Weingüter machen beispielsweise sehr schöne Sylvaner. Und dann gibt es noch den Zotzenberg bei Mittelbergheim, die einzige Lage, in der der Sylvaner das Recht auf einen Grand Cru besitzt. Die Domaine Boeckel ist dabei ein solider, bio-zertifizierter Mittelstandsbetrieb. Der Sylvaner Zotzenberg aus dem heißen Jahrgang 2018 stammt von 50 Jahre alten Reben und kostet 18 € ab Hof.

Verschlossen mit dem Diam 10, was schon andeutet, dass die Boeckels ihrem Wein ein bisschen mehr Flaschenreife zutrauen. In der Nase nehme ich zunächst einen interessant flüchtigen Ton wahr, wie puderige Hautcreme. Aber das verfliegt, und es bleibt leicht unreife Birne. Im Mund denke ich spontan, ja, 2018 war schon ein verdammt schwieriger Jahrgang. Wer bei der trockenen Hitze die Trauben lang hängen ließ, hat sich schnell Dicke und Brandigkeit eingefangen, wer sehr früh geerntet hat, musste mit grüner Säure leben. Was die 2018er hingegen fast nie schaffen, ist echte Souveränität. Beim Zotzenberg hat man das zumindest versucht. Der Wein wirkt deutlich frischer als befürchtet, kann dann aber doch eine gute Dichte vorweisen. Leider wirkt alles ein bisschen belegt, wie mit einer unsichtbaren Dämmschicht versehen. Vielleicht kommt der Zotzenberg später noch einmal, jetzt ist er leider das Schlusslicht der Runde.

Rheinhessen – Keller Feuervogel

Keller Silvaner Feuervogel

Irre ich mich, wenn ich annehme, dass Kellers Feuervogel einer der bekanntesten deutschen Silvaner ist? Natürlich hängt das nicht nur mit seiner unbestrittenen Qualität zusammen, sondern mit dem Ruf des Winzers selbst. Es gibt in Deutschland, was Renommee und Zweitmarkt-Preisgestaltung anbelangt, kein anderes Weingut, das mit den trockenen Keller-Rieslingen mithalten könnte. Nun ist der Feuervogel zwar auch aus dem großen Holzfass, aber ein Silvaner, weshalb es preislich da doch schon gewisse Unterschiede gibt zu Abtserde oder gar G-MAX. Ab Hof (glaube ich) 29,50 €, aus einem herausfordernden Jahrgang und schon ein bisschen angereift. [Nur falls jemand fragt: Teschkes 19-68 aus 2016 erschien mir nicht in einer vorteilhaften Phase; den probiere ich nächstes Jahr nochmal.]

Der Feuervogel kommt mit einer sehr weinigen Nase daher, also schöne Reife, puderige Birne, gar nicht spitz oder aufdringlich. Diese irgendwie entspannte Art behält er auch im Mund bei. Das ist erkennbar ein deutscher Wein, aber aromatisch sozusagen die Antipode zu HO Spaniers Leopold. Wesentlich dunkler in der Aromatik, hat der Feuervogel leicht Nougat, Walnuss und Aprikosigkeit zu bieten. Die Säure ist so mürb, die Vollmundigkeit ohne jegliche Überreife so groß, dass ich ganz klar auf BSA tippen würde. Der Feuervogel changiert mit seiner würzigen Eleganz zwischen deutschen Aromen und burgundischem Ausbau. Alles trifft sich in der Mitte. Mittesterin J sieht hier ihren Favoriten, mir ganz persönlich fehlt ein bisschen die Spannung.

Rheinhessen – Saalwächter Alte Reben

Saalwächter Sylvaner Alte Reben

Carsten Saalwächter war vor so zwei, drei Jahren der riesige neue Hype. Gefühlt alle, die sich für individuellen Wein interessieren, hatten damals darüber geschrieben. Mittlerweile scheint mir, als wäre es zumindest auf der Hype-Ebene ein bisschen ruhiger geworden. Finde ich persönlich nicht schlimm, denn diesen Ingelheimer Silvaner aus 40-50 Jahre alten Reben gibt es zum zivilen Preis von 13,80 €. Handgelesen, selektioniert, Spontangärung, 18 Monate großes Holzfass, ungeschönt und unfiltriert abgefüllt. So geht das.

Hui, hatte ich beim Feuervogel noch so ein bisschen die Spannung, die Individualität bemängelt, ist das hier das Gegenteil. Rauchig-mostige Noten gibt es in der Nase, fast in Richtung wilderes Jura. Mit viel Luft beruhigt sich der Wein ein wenig, feine Holznoten scheinen durch, aber insgesamt bleibt dies ein sehr lebendiger Geselle. Dazu trägt auch der eher leicht gehaltene Körper bei. In punkto Individualität oder meinethalben auch leichte Freakigkeit sind wir hier auf einer Stufe mit dem Nussbaum-Silvaner. Während letzterer jedoch später in die herbstliche Ausgewogenheit gleitet, bleibt der Saalwächter immer hell und wildwürzig. Ich persönlich mag das sehr, einfach auch wegen der Bandbreite, der Abwechslung, der Spannung.

Mein Fazit

Silvaner ist eine faszinierend vielfältige Rebsorte. Das wissen wir theoretisch zwar alle, aber wenn ihr wie ich diese sechs extrem unterschiedlichen Weine direkt hintereinander probiert hättet, wäre damit auch der Praxisbeweis erbracht. Dabei ist es natürlich nicht immer nur das Terroir, das den Unterschied macht. Oder der Jahrgang. Sondern an diesen Weinen zeigt sich sehr schön, wie die verschiedenen winzerischen Ansätze zu einer mit Chardonnay vergleichbaren Stilvielfalt führen.

Der souveränste Wein aus sich heraus war für mich der Feuervogel, der eher konservativ orientierten Weintrinkern die meiste Genugtuung bereitet. Als jemand, der auch die wild side im Wein schätzt, mag ich den Ansatz von Carsten Saalwächter eigentlich sogar noch lieber. Wahrscheinlich (den Wein hatte ich ja nicht im Test) könnte dann sein Grauer Stein genau diese Kombination aus beiden Welten bieten.

Eine echte Sensation war für mich der Sylvaner Löss und Kalk vom Nussbaum-Projekt. Der hat kaum Primärfrucht, ist aber nicht zu spröde. Der macht nicht satt und wirkt dennoch nicht mager. Und der läuft über Tage und zu verschiedensten Speisen ganz vorzüglich. Wer ein bisschen mit dem Konzept der Maischegärung fremdelt, sich aber dennoch als aufgeschlossen bezeichnet würde, voilà, das ist ein heißer Tipp.

Mein alleroberstes Fazit lautet deshalb: Ja, es gibt gute Silvaner außerhalb von Franken. Und die Suche nach ihnen lohnt sich absolut.

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9 Kommentare zu Feuervogel & Co. – die außerfränkischen Silvaner

  1. Ralf sagt:

    Hallo,

    schöne Probenzusammenstellung, spannend … und macht auch Lust den einen oder anderen Wein selbst zu probieren, wie den Nussbaum-Projekt oder den Saalwächter..

    Beim Südtiroler Exemplar vom Strasserhof hattest du natürlich was frisches, helles … ein echter Bergwein. Soweit ich’s noch richtig in Erinnerung habe sind die Weinberge des Strasserhofs die nördlichsten und höchsten bei Brixen, auch die ersten, denen man ansichtig wird, wenn man vom Brenner kommend auf Brixen zuhält. Das spiegelt sich durchaus in den Weinen wider. Klarheit und Frische ist auch bei den anderen Weinen des Hofs zu finden und m.E. auch sowas wie der Stil des Hauses. Ganz klar, dass diese Weissweine in ihrer Art in Italien herausstechen.
    Wie du schon schreibst, auch Garlider wäre ein gutes Exemplar gewesen – auch hier jedoch wäre es ein gutes Beispiel für den Stil des Betriebs gewesen, da auch bei Garlider, m.M. alle Weine „eine“ Handschrift tragen.
    Mein persönlicher Favorit in Sachen Südtiroler Sylvaner ist schon seit langem der Köfererhof mit seinem „R“ … ausprobieren.

    • Matze sagt:

      Danke für den Tipp! Vom Köfererhof hatte ich bislang nur den Riesling, der mir schon recht üppig vorkam. Aber wahrscheinlich ist das auch eine Frage des Jahrgangs. Südtirol wird aber auch für mich zunhemend zu einer Quelle für interessante, sprich individuelle Weine. Da hat sich gegenüber den Zeiten genossenschaftlicher Dominanz tatsächlich eine Menge getan.

      • Ralf sagt:

        Filigran sind die Weine vom Köfererhof nicht unbedingt, aber sehr gekonnt.
        Die Weinszene in Südtirol ist in den vergangenen Jahren nachgerade explodiert. Trauten sich früher nach und nach nur vergleichsweise wenige Kleinwinzer selbst zu füllen, gehen gefühlt die letzte 5 Jahre je Saison eine neue Handvoll zusätzlich auf den Markt und das gerne auch mit Nischenweinen.
        Für die Masse besteht die genossenschaftliche Dominanz, begelitet von Grosskellereien und alteingesessenen Wein-Granden, wohl im Eigentlichen nach wie vor, aber es ist jetzt auch ein Markt für Freaks, Kleinstwinzer und „Extremisten“ voranden, den es früher so nicht gab.

        • Matze sagt:

          Ja, so empfinde ich es auch (ohne ein großer Auskenner in der Hinsicht zu sein, versteht sich…). Ich habe mir jetzt zwei Rote von Urban Plattner (In der Eben) besorgt, einen spontanvergorenen und unfiltrierten Vernatsch und einen sicher ziemlich seltenen Roten Malvasier – und bin schon sehr gespannt!

          • Ralf sagt:

            Von Plattner’s „In der Eben“ kenne ich bereits ein paar Sachen. Der Rote Malvasier war dabei durchaus mein Favorit. Ziemlich krass in die Orange-Naturwein Ecke ging der Sauvignon Blanc, ganz sicher nicht als Rebsortenwein erkennbar.
            Evtl. komme ich mit roten Naturweinen geschmacklich auch eher klar als mit diversen Orange-Sachen.

          • Matze sagt:

            Ich finde persönlich auch, dass es sich geschmacklich bei Weißweinen in der Regel stärker auswirkt als bei Roten, wenn nicht geschwefelt wird. Vielleicht wegen der Tannine. Vielleicht besitzen rote Beerenschalen auch robustere und gärunempfindlichere Aromen… Geht mir jedenfalls ähnlich wie dir.

            Orange, also echt hardcore Orange 😉 mit ewigem Maischeverbleib, ist für mich dann tatsächlich nochmal eine eigene Kategorie, also eine andere Weinart. Gut, in der Praxis gibt’s ja Leute, die sprechen nach drei Stunden Maischestandzeit schon von orange 😉

  2. Thomas Riedl sagt:

    Hallo Ralf (unbekannterweise) und Matthias,

    den Sylvaner „R“ vom Köfererhof finde ich auch toll.
    Entscheidend finde ich bei den Südtiroler Sylvanern im Rahmen der Silvanerschau, dass mit ihnen noch mal ein ganz anderer Bodentyp ins Spiel kommt, nämlich Urgesteinsschotter.
    Und das kann man im direkten Vergleich schmecken! Die Weine habe wieder eine andere Salzigkeit, zumal Kuenhof von Peter & Brigitte Pliger (Brixen/Bressanone), Köfererhof von Josef Kerschbaumer (Vahrn/Varna), Pacherhof (Vahrn/Varna), Abbazia di Novacella (Vahrn/Varna), Haderburg (Salurn), Eisacktaler Kellerei (Klausen/Chiusa), Weingut Garlider (Feld-thurns/Velturno), Kellerei Gries (Bozen), Loacker (Bozen), Zöhlhof – Josef Unterfrauner (Feldthurns/Velturno), Strasserhof (Vahrn/Varna) und Taschlerhof die Weine wirklich trocken ausbauen.

    Salute!

    Thomas

    • Ralf sagt:

      Hallo Thomas (dito unbekannterweise)

      dass geschmacklich die Südtiroler Sylvaner ein „roter Faden“ aus den Eisacktaler (Schotter-)Böden verbindet, kann durchaus angenommen werden. Zum anderen sicher auch die (klimatischen) Verhältnisse im Eisacktal und die relativen Höhenlagen der Weinberge.
      Deine Auflistung ist wohl ziemlich vollständig, was die Sylvanerproduzenten anbelangt, spontan fiele mir da auch kein weiterer ein … selbst die Rebsortenbezogene Winzersuche auf SüdtirolWein (https://www.suedtirolwein.com/de/winzer/10-0.html) bringt da nur wenig mehr Ergebnisse … (ohne „diesem“ Betrieb, wobei ich bekenne dass mir der Zöhlhof völlig unbekannt ist und Haderburg, was Sylvaner anbelangt, bei mir unter Obermaierlhof abgespeichert ist.)

      • Matze sagt:

        Manni Nössing vom Hoandlhof fiele mir noch ein. Ich glaube, den gibt’s sogar in einschlägigen Shops hierzulande.

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