Meier Schmidt – Silvaner-Paradies in Südfranken

Meier Schmidt Silvaner Marktbreiter Sonnenberg

[Anzeige / In Kooperation mit Meier Schmidt Weinerlebnis] Ich hatte Markus Meier und Lukas Schmidt letztes Jahr am Rande des Best of Gold kennengelernt. Da lag der riesengroße Schritt gerade hinter ihnen, nämlich die Fusion ihrer beiden elterlichen Betriebe. Auch wenn so ein Bündeln der Kräfte sehr sinnvoll sein kann, schrecken viele Winzer davor zurück, sich mit jemandem außerhalb der eigenen Familie zusammen zu tun. Aber Markus und Lukas konnten alle Skeptiker überzeugen und sind gleich im ersten Jahr richtig durchgestartet. Viele ihrer Lagen wie das Bullenheimer Paradies, das Frankenberger Schlossstück oder eben der Marktbreiter Sonnenberg lassen selbst Weinprofis oftmals noch mit den Schultern zucken. Aber Achtung, das sind Weinberge, die es durchaus in sich haben! Schauen wir also, was die beiden daraus gemacht haben.

Meier Schmidt Silvaner 2018 aus dem Marktbreiter Sonnenberg

Meier Schmidt Silvaner Marktbreiter Sonnenberg

Ich möchte euch hier einen Silvaner von Meier Schmidt vorstellen – wie könnte es anders sein bei der GROSSEN SILVANER-SCHAU?

Der Marktbreiter Sonnenberg ist eine der ganz wenigen linksmainischen Lagen. Sie befindet sich fast ganz unten am Mainbogen, der südlichsten Stelle, die der fränkische Weinfluss erreicht. Wir befinden uns hier im Reich des Muschelkalks, der für ausgesprochen feinwürzige Weine sorgt.

Der heiße Jahrgang 2018 verhalf den Silvanern in Franken zu viel Frucht und Kraft. Aber es war durchaus tricky, den richtigen Erntezeitpunkt zu finden, um Frische und Balance in den Weinen zu erhalten. Der Marktbreiter Sonnenberg von Meier Schmidt vergor deshalb bei relativ kühlen Temperaturen spontan im Edelstahl. Ein Teil des Ausbaus erfolgte dann in alten Holzfässern. Mehrere Monate auf der Feinhefe sorgten dafür, dass zusätzlich eine gewisse Cremigkeit in den Wein kam. Unfiltriert abgefüllt, blieb der Wein noch einmal drei Monate zur Reifung in der Flasche, bevor er dann in den Verkauf gelangte.

vaner-Schau Franken

Und hier steht er nun vor mir auf dem Tisch und fließt hellgelb ins Glas. In der Nase ist der Marktbreiter Sonnenberg sehr animierend mit viel Zitrusfrucht im Vordergrund. Mit zunehmender Luft kommt dann auch der typische würzige Birnenton mit ins Spiel. Das lässt sich schon einmal sehr gut an. Am Gaumen merke ich gleich, dass wir es hier nicht mit einem Vertreter zu tun haben, der aufgrund der Hitze des Jahrgangs aus der Form gelappt ist. Ganz im Gegenteil. Das Frischegefühl ist hoch mit sehr viel Pikanz und Spannung. Ich schmecke weiterhin Zitrone und weiße Grapefruit, dazu kräuterige Nuancen und eine schwebende Floralität. Kraft ist auch da, aber nur unterschwellig schlummernd. So soll es sein.

Was kann man dazu essen?

Natürlich, bei fränkischem Silvaner heißt es oft, frischer Spargel sei die ideale Kombination. Aber durch die zitrische Spannung neige ich dazu, zu diesem Wein tatsächlich einen Meeresfisch zu empfehlen. Wie wäre es mit Scholle oder gar Heilbutt mit Kapern? Wer in der Gegend ist, für den habe ich allerdings noch einen extrem lokalen Tipp: Meefischli. Das sind kleine frittierte Fische aus dem Main, die traditionell nicht größer sein sollen als der kleine Finger der Statue des Heiligen Kilian auf der Würzburger Mainbrücke. Dazu ein frischer Silvaner wie dieser, und ihr seid wirklich im mainfränkischen Paradies angekommen.

Die Infos zum Wein

Silvaner Marktbreiter Sonnenberg 2018 trocken von Meier Schmidt, 13 vol%, 9,50 € im Online-Shop des Weinguts.

Sehr empfehlenswert (das wird ja bald wieder möglich sein) ist übrigens auch der Besuch der Vinothek namens Meier Schmidt Weinerlebnis in Ulsenheim.

Und (fast hätte ich’s vergessen): Heute ab 18 Uhr Live-Verkostung mit und bei Meier & Schmidt auf Facebook.

Meier Schmidt Weinerlebnis

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3 Kommentare zu Meier Schmidt – Silvaner-Paradies in Südfranken

  1. Thomas Riedl sagt:

    Hallo Matthias,

    Deine Beschreibung des 2018 Sonnenberg weckt auf jeden Fall Interesse, den Wein zu probieren. Du lieferst Informationen, die im Online-Shop leider nicht zu finden sind.
    Der letzte Wein, den ich von Markus Meier getrunken habe, war im Jahr 2016 ein 2006 Ickelheimer Schlossberg, Gemischter Satz aus dem Barrique mit 12% vol. Jawoll! Auch das geht mit Gemischtem Satz. Der Wein war sehr entspannt und wunderbar zu trinken.

    Markus Meier hat danach die Parzelle aber an die Besitzerin zurückgegeben. Er berichtete mir damals, er wolle einen Weinberg mit einem Alten Fränkischen Satz neu bepflanzen. Mehrfach habe ich nachgefragt, was aus dem Plan geworden ist, habe aber leider nie eine Antwort bekommen. Weißt Du mehr?

    Die neue Flaschenausstattung finde ich übrigens sehr ästhetisch und wertig und Du (?) hast den BB toll in Szene gesetzt.
    Was Du in Deinem Bericht aber sträflich vergessen hast zu berichten, ist die ganz frische Zertifizierung bei BIOLAND. Und die finde ich richtig gut.

    Schöne Grüße

    Thomas

    • Matze sagt:

      Ja, sorry, das mit Bioland hab ich nur auf Instagram geschrieben. 2018 war das ja noch nicht soweit (rausred… 😉 ). Was mit dem Alten Satz ist, muss ich wirklich mal fragen. Und ja, die Fotos hier mache immer ich, unless otherwise stated, wie es so schön heißt 😉

  2. Pingback: Silvaner-Schau - Freispiel! - Chez MatzeChez Matze

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