Natürlicher Dienstag #32 – Handwein Paradox I

Handwein Paradox Dornfelder

Eric Carstensen ist kein Winzer, und Mannheim ist kein Weinbauort. Aber Eric ist dem Winzerdasein genauso nah wie Mannheim dem Wein, nämlich weitaus näher, als man erst einmal denken könnte. Ich muss gestehen, als ich das erste Mal von dem Projekt Handwein gehört habe, dachte ich spontan Folgendes (kleiner Ausflug in die Vorurteilskiste): Eric Carstensen, aha, ein Weinprojekt. Na, das wird ein BASF-Manager aus Norddeutschland sein, der gern Wein trinkt. Vielleicht ist er ein echter Fan, aber vielleicht möchte er auch für die Steuer ein bisschen Verlust einfahren. Also nichts dagegen, man kann wahrhaftig Schlechteres mit seinem Geld anfangen, als in die Winzerei zu investieren. Aber ob ich wirklich darüber berichten muss…? Ja liebe Leute, so geht das mit dem Schubladendenken. Und gut, wenn man mal so richtig daneben liegt, denn das hindert einen daran, nächstes Mal in dieselbe Kerbe zu hauen. Weiterlesen

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Wie das Arche-Miso entsteht: bei Onozaki in Japan

Onozaki Miso Japan

Ich hocke am Küchentisch der Onozakis. Das heißt, halb hocke ich, halb sitze ich. Unter dem niedrigen Tisch gibt es eine geheizte Ausbuchtung, in die man seine Füße stellen kann. Ich kann mir gut vorstellen, dass man das im Winter dringend benötigt. Die Wände des alten Hauses sind dünn, und wir befinden uns am Rand der Berge. Aber was mache ich eigentlich hier, bei dieser japanischen Familie mitten auf dem Land? Weiterlesen

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Natürlicher Dienstag #31 – Labet Fleur de Savagnin

Labet Jura Fleur de Savagnin

Im Reich der (relativ gesehen) natürlichen Weine gibt es eine große Zahl von Produkten, von denen die breitere Weinöffentlichkeit noch nie etwas gehört hat. Es gibt aber auch echte Stars. Selbstverständlich ist der Starstatus ein anderer als bei, sagen wir, Dom Pérignon. Aber wer sich ernsthaft mit der Materie beschäftigt, dürfte von diesen Weinen schon einmal etwas gehört haben. Der Wein, den ich heute bei der bereits 31. Folge (puh!) des Natürlichen Dienstags vorstellen möchte, gehört zu diesen Szene-Stars. Es handelt sich um einen Savagnin aus dem Jura von der Domaine Labet. Weiterlesen

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Bologna – ein Rundgang in 10 Stationen

Bologna Torre Asinelli

Bologna, die altehrwürdige Hauptstadt der italienischen Region Emilia-Romagna hat – wie man überall lesen kann – drei Beinamen: la rossa, la grassa, la dotta. Rossa wie Rot sind Ziegelsteine und Gesinnung der Bewohner. Grassa wie Fett ist das reichhaltige Essen. Und Dotta wie Gelehrt ist die Stadt wegen der ältesten Universität Europas und ihrer fast 80.000 Studierenden. Kommt also mit auf einen kleinen Rundgang durch diese faszinierende Stadt. Zu essen und zu sehen wird es genug geben, versprochen. Weiterlesen

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Natürlicher Dienstag #30 – roterfaden Riesling

roterfaden Riesling Württemberg

roterfaden heißt das Weingut, klein und zusammen geschrieben. Jenen roten Faden zu entdecken, ist mir ehrlich gesagt beim Lesen der Lebensläufe der beiden Protagonisten anfangs gar nicht so leicht gefallen. Aber vielleicht könnt ihr es ja schneller nachvollziehen. Von wem ich spreche? Von Olympia Samara und Hannes Hoffmann, ansässig in Roßwag, Württemberg, etwa 30 km nordwestlich von Stuttgart. Auf 2 ha, knapp die Hälfte davon in terrassierter Steillage, bauen Olympia und Hannes hauptsächlich Lemberger an, dazu noch ein bisschen Pinot Noir und Riesling. Und den habe ich mir besorgt. Weiterlesen

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Tortellini essen in Bologna

Tortellini Paolo Atti Bologna

Ich bin mir nicht sicher, ob ihr wisst, was ich nicht wusste. Dass die Stadt Bologna nämlich der Ursprungsort für ziemlich viele Speisen ist, die wir heute als typisch italienisch bezeichnen würden. Die Bolognese-Sauce kommt von hier, die Mortadella, auch die Lasagne, wie wir sie heute kennen, der Parmesan-Käse und der Lambrusco ganz aus der Nähe. Und die Tortellini. Die Bologneser sind nicht nur sehr stolz auf deren Erfindung, es gibt vermutlich auch keinen besseren Ort als Bologna, um gute Tortellini zu essen. Etliche Restaurants, darunter auch viele einfache Trattorien, bieten handgemachte Tortellini auf ihren Karten an. Und in den wichtigen Spezialitätenläden der Stadt wie hier bei Paolo Atti kann man sich die Frischware immer lose einpacken lassen. Weiterlesen

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