Peixe em Lisboa 2011 (2) – das Essen, die Menschen

Wie Ihr in Teil 1 gelesen habt, “Peixe em Lisboa” ist trotz der beachtlichen Menge an Weinständen kein wirkliches Paradies für Weinliebhaber. Zum Glück haben sich die Köche nicht so hängen lassen. Wer alles dabei war (und immer noch ist!), könnt Ihr Euch hier ja noch einmal anschauen. Mehr als drei von Ihnen konnte ich allerdings nicht abklappern. Auch der robusteste Magen signalisiert irgendwann einmal Feierabend. Hier kommen also Luís Baena, José Avillez und Helder Chegas mit ihren Kreationen. Weiterlesen

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Peixe em Lisboa 2011 (1) – die Weine

Gestern war ein großer Tag für alle Essbegeisterten in Lissabon. Oder besser gesagt, ab gestern. Denn bis zum 17. April findet direkt am Praça do Comércio das wichtigste Food Festival Portugals statt: “Peixe em Lisboa”. So sehen das jedenfalls die Organisatoren, aber wenn man sich als gemeiner Messebesucher von insgesamt zehn Michelin-Sternen bekochen lassen kann, ist das schon nicht unbescheiden. Bei “Peixe em Lisboa” gibt es Showkochen, Kochkurse, Weinkurse, Stände mit Feinkost, Stände mit Weinen und in der Mitte einen überdachten Hof mit Tischen und Stühlen, um die ganzen Köstlichkeiten zu sich nehmen zu können. Weiterlesen

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Grüner Wein vom Önologen: Anselmo Mendes Contacto 2009

Anselmo Mendes ist einer der bekanntesten portugiesischen Önologen. Er stammt aus Monção im Minho, einer Kleinstadt an der spanischen Grenze. Mitten im Gebiet des Vinho Verde. Es überrascht daher wenig, dass sich Anselmo Mendes in seinem bisherigen önologischen Leben mit aller Kraft der dort heimischen Alvarinho-Traube gewidmet hat. Gut, der Loureiro-Traube auch. Die unter seinem eigenen Namen vermarkteten Weine gelten als die Spitze der Vinhos Verdes. Ich habe hier seine “Einstiegsqualität”, den Contacto 2009, für knapp zehn Euro getestet. Und noch einen Alvarinho von ihm, den ich zufälligerweise im Supermarkt Pingo Doce mit einem grünen Etikett gefunden habe, für vier Euro. Ist das derselbe Wein? Weiterlesen

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Süßes Portugal (1): Como no Brasil

Laut offizieller Statistik leben in Portugal 105.000 Menschen mit brasilianischem Pass. Soweit die Untergrenze. Laut Rosane vom Restaurant “Atira-te ao Rio”, die ja selbst Brasilianerin ist, sind es “sehr viele”. Was machen aber sehr viele Brasilianer, wenn sie ein wenig Heimweh haben? Sie naschen. Wie alle Menschen überall auf der Welt, die sich über die kleinen Speisen ein Stück ihrer Heimat erhalten wollen. Groteskerweise können sie dabei nicht in die “Pastelaria Casa Brasileira” in der Baixa gehen, denn dort gibt es typisch portugiesische Pasteis und Eiergebäcke. Ganz ähnlich geht es ihnen im “Café A Brasileira” in Chiado, einem der wirklich schönen, alteingesessenen Kaffeehäuser. Nein, wer brasilianische “Doces” haben will, geht – zum Chinesen. Weiterlesen

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Rettet die Wurzelechten aus Colares!

Als es feststand, dass ich einen knappen Monat in Lissabon verbringen würde, habe ich mir einen Weinwusch ganz oben auf die Liste geschrieben: einen Colares. Warum das, und was soll das überhaupt sein, ein “Colares”? Also, Colares ist ein sehr kleines Weinanbaugebiet ganz im Westen Portugals. Die Reben stehen auf kargem, sandigem Untergrund auf den Klippen über dem Atlantik. Diese weltferne Lage – nebst dem Sand natürlich – hat die Reben davor bewahrt, von der gemeinen Reblaus angenagt zu werden. Andererseits haben aber auch die Weinfreunde den Colares von ihrer persönlichen Landkarte gestrichen. Weiterlesen

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Die Sache mit der Anglerkatze

Als ich im Restaurant “Atira-te ao Rio” saß, konnte ich eine Katze dabei beobachten, wie sie einen für kätzische Verhältnisse durchaus prachtvollen Fisch herbeitrug und unter einem der Tische mit Haut und Gräten komplett verspeiste. Sehr zur Freude des amerikanischen Diplomaten und seines Politpartners übrigens, ich schrieb ja schon davon. Kellnerin Rosane zuckte dagegen nur mit den Schultern: “So geht das jetzt jeden Tag”, meinte sie. Weiterlesen

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