Terres et Vins de Champagne 2012: die schönere Champagnermesse

Champagner ist zweifellos angesagt, und das nicht etwa nur in Boomländern. Im Jahr 2011 kauften die Deutschen beispielsweise 14,2 Millionen Flaschen Champagner, 8,5% mehr als im Vorjahr. Dabei kann man das Angebot ganz grob in drei Bereiche unterteilen. Im ersten stehen die Markenchampagner, die Moëts-Veuves-Perriers dieser Welt. Sie verkaufen sich in erster Linie über ihren Namen, und jeder Supermarkt, gar jede Tankstelle, die etwas auf sich hält, besitzt einen kleinen Vorrat davon. Im zweiten Segment befinden sich die billigen Champagner, Fantasie-Châteaux, die es nicht gibt und die gelegentlich mit solchen Namen ausgestattet werden, die den Großen irgendwie ähnlich klingen. Solche Champagner verkaufen sich allein über ihr anscheinend psychologisch gutes Preis-Luxusgefühl-Verhältnis. Weiterlesen

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Großes Gewächs vom kleinen Fluss: Uwe Lützkendorfs Unstrut-Weißburgunder

Zurück von meiner großen Asienreise, und noch kommt mir alles ein wenig fremd vor. Reintegrationsprobleme, das alte Lied. Kalt ist es draußen, nichts los im Stadtzentrum, kein einziger Straßenstand, an dem ich bequem und für ein paar Pimperlinge eine schmackhafte Mahlzeit kaufen kann. Und meine Definition von “schmackhaft” hat sich zwischenzeitlich auch leicht verschoben. Getränke ohne Frucht und Süße kommen mir wahlweise blass oder sauer vor. Eine ordentliche Hürde hatte also mein erster Wein nach der Rückkehr zu überwinden – und er hat sie genommen. Aber ich hatte ihn mir auch bewusst ausgesucht. Weiterlesen

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Dubai

“Dubai ist kein Staat, sondern ein Wirtschaftsunternehmen”, meint einer meiner Interviewpartner, “alles, was der Führungsetage Geld einbringt, wird gemacht, alles andere nicht.” Und wer hier die Führungsetage ist, glaubt man ganz schnell ausmachen zu können. Mit röhrenden Sportwagen oder neuerdings auch grotesk gestylten Custom Bikes brausen die Wüstensöhne über die Straßen, um von einem Ort des Geldausgebens zum anderen zu gelangen. Aber das ist nur die eine Seite dieses Emirats am Persischen Golf. Unglaubliche   85 Prozent der Bevölkerung in Dubai stammen aus anderen Ländern, und das Spektrum reicht dabei vom deutschen Bankmanager über die kanadische Englischlehrerin und den libanesischen Koch bis zur unterprivilegierten Schicht der Erdöl-, Hafen- und Bauarbeiter. Entsprechend präsentiert sich das Straßenbild. Ich glaube nicht, schon jemals an einem derart multikulturell wirkenden Ort gewesen zu sein. Weiterlesen

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Unverhofft kommt oft: der Markt von Chanoen Rat

Eigentlich wollte ich Euch nicht schon wieder mit einem Marktartikel langweilen, und eigentlich neigt sich mein Asien-Aufenthalt jetzt wirklich ganz stark dem Ende zu. Aber was helfen die ganzen Vorsätze, wenn man völlig zufällig auf einen Markt geworfen wird, den ich Euch nur wärmstens ans Herz legen kann? Seine Koordinaten: leicht mit dem Bangkoker Skytrain zu erreichen, weit weg von Touristenmassen, alles da von Gewürzen über Fisch und Gemüse bis zum Marktrestaurant, sehr traditionsverwurzelt wirkend und trotzdem ohne Fremdeln zu besuchen. Nun bin ich sicher nicht der erste Westler, der sich auf diesem Markt herumgetrieben hat, aber zumindest während meines Besuches der einzige. Weiterlesen

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Früchte, Farben, Fantasmen – Softdrinks aus Asien

In Asien gibt es eine ungeheure Auswahl an Softdrinks, die an Ständen, in Kiosken oder in Supermärkten mit großem Erfolg verkauft werden. Bevor ich nach Bangkok gekommen war, hatte ich mich von solchen Getränken weitgehend ferngehalten. In deutschen Supermärkten ist es für mich schon ein KO-Kriterium, wenn ein Fruchtgetränk nicht 100% Saft enthält. Aber wie schon öfter gesagt, mit unverrückbaren Prinzipien eröffnet man sich selten neue Welten, und deshalb habe ich in Asien aus purem Spaß nicht weniger als 50 verschiedene Softdrinks ausprobiert. Hier kommen also ein paar meiner Favoriten – und ein paar, tja, anderweitig aufgefallene Getränke. Weiterlesen

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Mein Lieblings-Restaurant in Bangkok

Es ist nicht nur von Vorteil, ein fotografisches Gedächtnis zu haben. Es ist ebenso von Vorteil, Fotografien als Gedächtnisstütze zu nutzen, denn alles kann man sich ja nie merken. Vor allem dann, wenn die Ereignisse so über einen hereinprasseln wie bei mir zur Zeit in Asien. Ich habe das Gefühl, schon 1.000 verschiedene Restaurants und Straßenstände in Bangkok besucht zu haben, weil ich immer auf der Suche nach dem neuen Erlebnis bin. Zum Glück habe ich stets meinen Fotoapparat dabei, um wenigstens schnell das Essen zu knipsen oder die Straßenecke. Ansonsten hätte ich morgen schon wieder vergessen, wo ich heute gewesen bin. Wenn ich ein Restaurant bei dieser Geisteshaltung nicht weniger als dreimal aufgesucht habe, dann muss ich es wirklich für exzellent halten. Weiterlesen

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