Riesling 2008 – Horst Sauer gegen Koehler-Ruprecht

Riesling 2008 Horst Sauer Koehler-Ruprecht

Konventionelle Weine bei Chez Matze, es geschehen noch Zeichen und Wunder. Allerdings gab es auch eine Beschwerde von Walther und Luise, mehr davon im Video. Und ich muss zugeben, dass es so ganz gewöhnliche Weine dann doch wieder nicht sind. Immerhin Jahrgang 2008, aber keine Großen Gewächse, sondern „nur“ trockene Spätlesen. Die Rieslinge von Koehler-Ruprecht sind allerdings bekannt dafür, ohnehin erst nach einigen Jahren aufzudrehen. Wenn sie es denn tun. Und Horst Sauer hat schon oft mit seinen Weinen bewiesen, dass Primärfrucht in der Jugend nicht bedeuten muss, dass da nachher nichts mehr übrig ist.

Was kann Koehler-Ruprecht nach elf Jahren?

Selten ist es so, dass ich Weine wirklich planvoll einkaufe. Also in dem Sinne, dass ich beispielsweise vier verschiedene Chablis Grands Crus zur Markteinführung kaufe, um sie dann nach zehn Jahren gegeneinander testen zu können. Genau so etwas hatte ich jedoch mit dem Jahrgang 2008 getan, und zwar in Bezug auf große Rieslinge. Nun hatte ich in der Vergangenheit aus diesem Sortiment zwar immer mal einen Sechser-Flight probiert, aber die wirklich großen Brummer hatte ich noch im Keller gelassen. Beim ersten Mal hatte Jean Becker aus dem Elsass gewonnen, beim zweiten Mal lag der kleine Halenberg von Emrich-Schönleber vorn, beim dritten Mal der Eierfels von Diel und schließlich beim vierten Mal der Bopparder Hamm Feuerlay von Florian Weingart.

Diesmal hatte ich zwei Weine ausgesucht, die bewusst ein bisschen gegensätzlich sein sollten. Der Riesling von Horst Sauer aus dem Escherndorfer Lump ist für mich immer eine sichere Bank gewesen, wenn es um reife, tropenfruchtige, unmittelbar zugängliche Weine ging. Von Koehler-Ruprecht aus der Ära Bernd Philippi kannte ich allerdings nur die großen Weine, und auch die hatte ich nur ein paarmal auf Events getrunken und nie privat zu Hause. Der Rest ist Literatur. Christoph hatte beispielsweise vor einiger Zeit einen sehr lesenswerten Artikel zum Hintergrund des Weinguts geschrieben. Was kann der erklärte Langläufer also in seiner „einfachen“ Version als trockene Spätlese?

Schaut euch das Video an…

 

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4 Kommentare zu Riesling 2008 – Horst Sauer gegen Koehler-Ruprecht

  1. Hartmut Scheuring sagt:

    Hallo Matze, leider komme ich an das Video nicht ran.
    LG
    Hartmut

    • Matze sagt:

      Hallo Hartmut, sorry, hat ein bisschen gedauert, war unterwegs. Bei mir funktioniert es ehrlich gesagt, ich hab’s grad vom Handy aus probiert. Ich schau aber mal, ob es da irgendwelchen technischen Schwierigkeiten geben kann…

  2. ralph sagt:

    Hallo Matze,

    schöner Vergleich der zwei Rieslinge! War ja seit langem mal wieder ein Video….

    Mir hat´s gefallen!!

    LG Ralph

    • Matze sagt:

      Das freut mich! Ja, ich wollte mal wieder etwas „live“ probieren. Macht ja irgendwie auch Spaß festzustellen, ob man sich bei den eigenen Erwartungen getäuscht hat oder nicht 😉

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