Tokyo Food Diary: Aal oder kein Aal?

AalbratereiWusstet Ihr, dass es in Tokio sechs Michelin-besternte Restaurants gibt, die jeweils nur ein einziges Gericht anbieten? Und hättet Ihr ohne die Überschrift gedacht, dass es sich dabei um gebratenen Aal handelt? Ich wäre nie im Leben auf diese Idee gekommen. Jetzt aber, da ich es weiß, musste ich auch unbedingt so etwas probieren – mindestens in einer preiswerteren Version, so es das denn geben sollte. Und schon war ich mitten drin im aaligen Schlamassel. Weiterlesen

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Quertest Riesling 2008: der dritte Teil

TitelNachdem ich mich vor einiger Zeit in Bonn praxisnah darüber informieren konnte, wie sich richtig große trockene Rieslinge aus den Jahrgängen 2001-2006 entwickelt haben, sind diesmal meine „eigenen“ 2008er wieder einmal an der Reihe. 2008 galt beim Erscheinen auf der Bildfläche – ähnlich übrigens wie 2004 – zunächst als ein bisschen dünnes, kühles, mageres Jahr. Auch wenn persönliche Geschmäcker zum Glück ja immer noch unterschiedlich sind, kenne ich mittlerweile nicht wenige Weinliebhaber, die genau wegen dieser feinen Ausgewogenheit die 2008er besonders schätzen. Weiterlesen

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Die Weißbier-Elite im Test

TitelAuch wenn jetzt zum Oktoberfest das gleichnamige, kräftiger eingebraute Hell im Ausschank ist, gibt es wohl keinen anderen Biertyp, der so stark mit Bayern in Verbindung gebracht wird wie Weißbier. Weißbier ist nicht wirklich weiß, zumal es auch “Dunkle Weiße” mit Röstmalz gibt, es besitzt jedoch immer einen erheblichen Anteil an Weizenmalz. Interessanterweise wurde ausgerechnet im berühmten Bayerischen Reinheitsgebot von 1516 Weizen als Brauzutat quasi verboten – als Brotgetreide sollte es der Ernährung der Bevölkerung dienen. Nur ein findiger Juristentrick sorgte dafür, dass Weizenbiere weiterhin gebraut werden konnten. Weiterlesen

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Besser als Mirabell? Sieben Mozartkugeln im Test

TitelWolfgang Amadeus Mozart dürfte einer der berühmtesten und beliebtesten Menschen sein, die jemals auf diesem schönen Erdenrund gelebt haben. “Beliebt” allerdings weniger in persönlich-privater Hinsicht, denn auch unter den älteren Mitbürgern gibt es mittlerweile nicht mehr viele, die sich daran erinnern können, wie sich das Wolferl wirklich benommen hat. Nein, Mozart ist ein klingender, schwingender, bauschig-flauschiger Erinnerungsname, und man kann unzählige ansonsten triviale Produkte dadurch aufhübschen, dass man ihnen die Bezeichnung “Mozart-” voranstellt. Solltet Ihr demnächst wieder nach Salzburg kommen, könnt Ihr Euch ja einmal den Spaß machen, das gedanklich am weitesten vom echten Mozart entfernte Ding zu finden, das unter seinem Namen angepriesen wird. Weiterlesen

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Großer kaputter Wein: Olivier Pithons “La D18”

Alter WeinstockNun bin ich ja kein Weinhändler und kann solche Sachen nur aus zweiter Hand berichten. Des Öfteren habe ich aber von solchen Weinhändlern gehört, dass Kunden zu ihnen gekommen seien, um sich über einen (meist ohne Beratungswunsch) gekauften Wein zu beschweren. Der sei nämlich “kaputt”, “verdorben”, “hinüber”. Nach kurzer Zeit stellt sich dann heraus, dass die Verdorbenheit des Weins prinzipiell darauf beruht, irgendwie Sauerstoff eingesogen zu haben und damit jedenfalls nicht mehr “lecker” und “fruchtig” zu sein. Weiterlesen

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42 große Rieslinge an einem Nachmittag

TrockensommerAls ich mit dem Zug das Rheintal zwischen Bingen und Bonn entlang fuhr, da wurden mir auf einmal die Risiken bewusst, die ein gewöhnlicher Binnenschiffer täglich eingeht: Der Rhein hat sich ja nicht nur mit Ecken und Kanten in das Schiefergebirge hineingefräst, sondern dieselben Ecken und Kanten setzen sich unter Wasser genauso fort. Normalerweise erahnt man das nur anhand der Bojen, die die Fahrrinnen anzeigen. In diesem so unglaublich trockenen Sommer aber ragen die Felsen bei Niedrigwasser gefährlich aus den Fluten. So ähnlich muss es wohl im Jahr 2003 gewesen sein, als der Rhein ebenfalls (minimal übertrieben) einem Rinnsal ähnelte und die Trauben an den Rebstöcken verdorrten. Weiterlesen

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