
Nach dem Besuch des Essigbrätleins neulich kam uns der Gedanke, auch auf unserer einwöchigen Rundreise durch Südengland und Nordfrankreich ein besseres Restaurant aufzusuchen. Da wir aber vorher nicht genau wussten, wo wir am nächsten Tag sein würden, musste es ein Ort sein, der uns auch spontan aufnimmt. Und es sollte gleichzeitig eine modern präsentierte, aber genussfreudige Küche sein. Also weder Kaviarleber in rokokohaftem Ambiente noch “l’art pour l’art”-mäßig mit trockenen Strünken als Hauptgericht. Schwierig schwierig. In Lille, einer Stadt, die gleichzeitig dem zeitgemäß-Hedonistischen als auch dem Bodenständigen verpflichtet ist, dachte ich mir, hier können wir es mal versuchen. Und zwar beim Rouge Barre, einem der Favoriten der Szene, geleitet von Steven Ramon. Weiterlesen
Vielleicht habt Ihr es schon gemerkt, obwohl es etwas schleichend daher kam: chezmatze.wordpress.com gibt es nicht mehr. Die Blogadresse lautet jetzt schlicht chezmatze.de, und alle, die noch den alten Namen eingeben, werden auf die neue Seite umgeleitet. Ich habe mich zu diesem Schritt entschieden, weil ich nun einen eigenen Server habe und auch nicht mehr wollte, dass Ihr irgendwelche Zwangswerbung und Pop-Ups zu sehen bekommt.
Die Prowein in Düsseldorf ist mittlerweile die größte Weinmesse der Welt und damit das wichtigste Event im Jahreskalender für fast alle Menschen, die beruflich mit Wein zu tun haben. Hier werden große und kleinere Geschäfte abgewickelt, Netzwerkkontakte gepflegt, die neuesten Erscheinungen und Entwicklungen diskutiert. Beim Gang durch die Hallen wird den geneigten Besuchern schnell bewusst, dass Wein ein globales Phänomen ist und gleichzeitig eine Stufe der Sophistication erreicht hat wie kein anderes Nahrungs- oder Genussmittel. Es ist diese ungeheure Diversität, dieses Wimmelbild multipler Lokalitäten, das mich immer wieder an der Weinkultur begeistert. Deshalb habe ich einen meiner drei Prowein-Tage ganz der Suche nach Weinen aus Rebsorten gewidmet, die diese Vielfalt symbolisieren.
“Das Land Brandenburg”, so Ahmet Altuntabak vom Cluster Ernährungswirtschaft, “müsst Ihr Euch auf der Karte wie einen Donut vorstellen, und in der Mitte ist Berlin.” Also da, wo beim Donut nichts ist. Ein sehr anschauliches Bild auf jeden Fall, an das ich noch oft denken musste beim
Ich habe mir etwas überlegt. Wie wäre es, wenn ich an dieser Stelle einfach sechs Weine vorstelle, die ich vor kurzem getrunken habe? Eine gemischte Weinkiste sozusagen. Dabei soll es nicht um Produkte gehen, die niemand außer den Vollfreaks jemals gesehen hat. Die ich in einem winzigen Kramladen auf der anderen Seite des Erdballs erstanden habe. Sondern es soll um Weine gehen aus dem Weinladen nebenan, dem Supermarkt, vom Online-Händler. Dann könnt Ihr sie entweder nachkaufen oder auf die schwarze Liste setzen – je nach geschmacklichen Vorlieben. Seid Ihr bereit? Also los.
