Auf Tour durch die Kaufhäuser von London

Was fängt man mit seiner Zeit an, wenn es einen an einem gewöhnlichen Dienstag nach London verschlägt? Immerhin ist der Borough Market genau wie fast alle anderen Märkte geschlossen. Essen gehen ist mir irgendwie zu teuer, und außerdem macht mir das allein eigentlich nie Spaß. Bleibt nicht viel, oder? Nein, völliger Humbug, in einer Weltstadt wie dieser böten sich immer mehrere Dutzend Möglichkeiten. Ich habe mich allerdings dazu entschlossen, durch die altehrwürdigen Londoner Kaufhäuser zu touren. Das waren immerhin die weltweit ersten ihrer Zunft, und mich interessiert schon seit längerem, was Harrods und Konsorten foodmäßig noch so zu bieten haben. Weiterlesen

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Impressionen vom Cidermaking

Ganz tief im ländlichen England befindet sich die Grafschaft Herefordshire. Nicht nur, dass großstädtischer Stress und großstädtische Vergnügungen weit entfernt sind. Auch Touristen, zumal solche aus anderen Ländern, zieht es nur spärlich in diese grüne Bauernlandschaft. Dabei kann man den Regenten hier so nahe kommen wie nirgends sonst in England. Der König hierzulande heißt nämlich “Apfel” und die Königin “Birne”. Traditionelle Streuobstwiesen mit alten und jüngeren, mal weit voneinander entfernt und mal näher zusammen stehenden Bäumen beherrschen das Land. Zweimal im Jahr findet deshalb im kleinen Ort Much Marcle ein Fest zu Ehren ihrer Hoheiten statt: the Big Apple. Im Frühjahr heißt die Version “Blossomtime”, und man kann all die jungen Ciders und Perries probieren. Im Herbst lautet das Motto “Harvestime”, bei der die Besucher den Prozess des Cidermakings hautnah miterleben können. Weiterlesen

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Der formidable Hohen-Sülzen-Weinabend

Jener formidable Hohen-Sülzen-Weinabend endete für mich um 2:40 Uhr, als ich diese Zahlen voller Schreck auf meinem Handy erspähte. Dabei musste ich doch am nächsten Tag noch so viel schaffen! Aber wovon spreche ich hier eigentlich? Zunächst einmal: Hohen-Sülzen ist ein Weinort in Rheinhessen, Sitz eines recht bekannten und hochkarätigen Weinguts. Unser Gastgeber hat für dieses und ein verwandtschaftlich verbandeltes Weingut bereits den einen oder anderen Handschlag getan. Diesmal waren aber Weinliebhaber aus der näheren und weiteren Umgebung eingeladen, sich bei der Blindverkostung am Erraten echter Kellerschätze zu versuchen. Ihr könnt dagegen raten, wer der Gastgeber war. Weiterlesen

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Waitrose-Haul am ersten Abend

Waitrose ist der beste Supermarkt in England. Darüber bestehen eigentlich keine Zweifel. Ich habe mich deshalb sehr darüber gefreut, gleich am ersten Abend einen Waitrose aufsuchen zu können. Was ich da gekauft habe, könnt Ihr auf dem Foto links sehen. Nun, das sind nicht unbedingt die vernünftigsten oder sinnvollsten Dinge. Aber darum sollte es ja auch nicht gehen. Chips und Milchprodukte müssen bei mir allerdings immer in den Einkaufswagen. Was seht Ihr also alles auf dem Foto? Weiterlesen

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Kurz nach England

In den nächsten Tagen werde ich: zu Waitrose gehen, ein Pub aufsuchen, Chips mit Sour Creme essen, einen Cidermaker treffen, zum ersten Mal bei Selfridges sein, bedauern, keine Gummistiefel dabei zu haben, immer auf der linken Straßenseite fahren, höflichere Worte benutzen als sonst, auf dickem Teppich über knarrende Dielen gehen, bei Windstärke 8 auf einem Hügel stehen – und vielleicht ein klitzekleines bisschen arbeiten. Mittlerweile bin ich ja der Meinung, dass man jedes Jahr mal kurz nach England muss.

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Mein Beitrag zum GG-Fieber 2010: Rosé Toujours

Der Rosé “Toujours” stammt von Wolfgang Hehles Weingut Deutzerhof an der Ahr. 100% Spätburgunder, Jahrgang 2010, mit 8 € ab Hof nicht wesentlich teurer als ein kleiner Rosé von anderswo für einen Fünfer aus dem Supermarkt. Gut, jemand, der das Glas halbleer hat, wird sagen, fast doppelt so teuer, aber sei’s drum. Jedenfalls ist dieser aus wahrhaft kompliziertem Jahrgang stammende Wein wirklich schön, weil er genau das hält, was er verspricht: Leichtigkeit (11,5 vol%), viel Säure, viel Süße, wiederum also kein optimaler Begleiter warmer Speisen, aber frisch, fruchtig (rote Johannisbeeren) und süffig. Vor allem aber besitzt er diesen Touch an Eleganz, der die gelungenen Mittelsegment-Weine von den gelungenen einfachen Schoppen unterscheidet. Besser wird er sicher nicht mehr, aber der Sommer ist ja auch schon wieder fast vorbei.

Auch am zweiten Tag immer noch in untadeliger aromatischer Form. Toujours bon quasiment.

Mal ein kurzer Artikel, aber viel mehr gibt’s dazu auch nicht zu sagen. Es sei denn, Ihr habt den Wein schon probiert und seid gänzlich anderer Meinung. Ich würde ihn jedenfalls nachkaufen an meiner Stelle.

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