Frühstück auf Srilankisch

Srilankan Breakfast

Das Hotel, in dem ich hier in Colombo abgestiegen bin, sollte eigentlich nur ein Notnagel sein. Hotels in Sri Lankas Hauptstadt sind – anders als Strandunterkünfte – unverhältnismäßig teuer und noch dazu rar. Als ich mir aus diesem Grund eine recht günstige Absteige am Bahnhof und weit weg vom Meer gesucht hatte, war ich schon auf das Schlimmste gefasst. Zu meiner Überraschung entpuppt sich der leicht schäbig wirkende Kolonialkasten aber als wirklich einladend für meine Zwecke. Die Mitarbeiter sind zuvorkommend, die Zimmer groß, es gibt in diesem sehr volkstümlichen Viertel keine Touristennepper (okay, auch keine Touristen) – und man offeriert hier morgens ein echt srilankisches Frühstück. Was will ich mehr? Ich habe gleich für die ganze Woche verlängert. Weiterlesen

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Der harte Alltag bei der indonesischen Polizei

Es könnte möglich sein, dass Ihr noch nie etwas von dem indonesischen Polizisten Norman Kamaru gehört habt. Das ist betrüblich, würden die meisten Indonesier jetzt sagen, und zum Glück wird sich das ja auch mit dem Lesen der folgenden Zeilen ändern. Es handelt sich bei jenem Norman nämlich um einen der neuesten Shooting-Stars der indonesischen Musikszene. Das ist aber nicht der Grund, weshalb ich hier über ihn schreibe. Das eigentlich Verrückte an der Sache ist nämlich, wie er das Ganze mit einem Invest von vielleicht 200 Euro geschafft hat. Weiterlesen

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Essen in Jakarta: Tempeh und Padang

Insgeheim hatte ich bereits gehofft, dass man in Jakarta genauso gut essen kann wie in Bangkok. Indonesien mit seinen unzähligen Inseln und Regionalküchen und nur dieser einen richtig großen Hauptstadt als Sammelpunkt bietet einfach ungeheuer gute Voraussetzungen. Dazu gibt es – wie in Bangkok auch – eine traditionelle chinesische Gemeinde, dazu noch indische, arabische und auch holländische Einflüsse. Letzteres merkt man übrigens an manchen sprachlichen Überbleibseln. So wird der erste indonesische Präsident Sukarno hier immer noch “Soekarno” geschrieben, also wie im Holländischen. Erstaunlich verbreitet als Getränk ist auch Apfelsaft, auf Indonesisch “jus apel”. Jener stammt allerdings nicht aus Holland, sondern aus chinesischem Apfelsaftkonzentrat. Aber ich schweife schon wieder ab. In diesem Artikel soll es schließlich um originär indonesisches Essen gehen. Weiterlesen

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Mangostane, Mangosteen – meine neue Lieblingsfrucht

Obwohl es in Indonesien eine ganze Reihe von Nachspeisen gibt, sind frische Früchte weiterhin die Nummer Eins. Ich habe kaum irgendwo schon einmal so viele Obsthändler mit ihren Karren gesehen wie in den einfacheren Vierteln von Jakarta. Neben Mangos, Rambutan und Guaven, die offenbar zu den beliebtesten Früchten gehören, wollte ich unbedingt einmal Mangosteen probieren. In einem Buch wurde dem Leser geraten, Mangosteen nur in Südostasien zu kaufen, weil alles andere ein schrecklicher Abklatsch sei. Wie recht der Autor hatte, ein schwedischer Biologe namens Eric Danell, ist mir erst danach bei einer kurzen Internet-Recherche aufgefallen. Weiterlesen

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Stadteinsichten: Jakarta, Indonesien

„Überall in Indonesien geht es aufwärts, nur in Jakarta geht es abwärts.“ Tief bin ich in den weißen Ledersessel eingesunken, hier im Chefbüro von UNHCR in Central Jakarta. Inwiefern es abwärts geht, möchte ich wissen, die Stadt mache doch einen enorm dynamischen Eindruck. „Ja,“ meint mein Gesprächspartner, „das ist Fluch und Segen zugleich. Nie zuvor hat es so viel Geld in Indonesien gegeben. Und niemals gab es eine Mittelschicht – ich spreche hier von Menschen mit einem Jahreseinkommen von 4.000 US$ – die sich so viel leisten konnte. Aber die Infrastruktur hält mit dieser Entwicklung nicht Schritt, der Verkehrskollaps, die unzureichenden Wohnverhältnisse bei ständiger Zuwanderung vom Land, auch die schlechte Bildungssituation. Grundsätzlich bin ich optimistisch, aber es dauert sicher noch 20 Jahre, bis sich hier in Jakarta die Verhältnisse harmonisiert haben.“ Ihr merkt schon, diesmal wird es nicht primär um Essen gehen, denn ich habe wieder einmal einen meiner berüchtigten Stadtrundgänge gemacht. Angefangen hat alles noch ganz offiziell mit diesem Termin. Weiterlesen

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Erster Nachmittag in Jakarta

Liebe Leute, ich entferne mich immer weiter von Euch. Mittlerweile bin ich auf der Südhalbkugel angekommen, das erste Mal in meinem Leben. Hier in Jakarta werden die Tage seit dem 21. Dezember nämlich wieder kürzer – wenn auch nur minimal, schließlich sind wir in den inneren Tropen. Ich war schon ein wenig aufgeregt, weil man mir Jakarta als ein wenig molochös beschrieben hatte. Wahnsinniger Verkehr, Smog, wildes Leben auf den Straßen, zehn Millionen Einwohner in der Stadt, 28 Millionen in der Metropolregion, und immer noch wächst, wächst, wächst alles weiter in sämtliche Richtungen. In den nächsten Tagen werde ich noch mitbekommen, was Jakarta unter der Woche bedeutet. Dafür war es heute am Sonntag sicher vergleichsweise ruhig. Aber nach meinem ersten Eindruck wüsste ich nicht, weshalb ich nicht ziemlich begeistert sein sollte. Weiterlesen

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