Auf dem Fischmarkt von Split

Denkt Euch einen sehr kurzhaarigen Herrn und eine sehr aufgebrezelte Dame, die ihren Kampfhund am betonierten Strand spazieren führen. Denkt Euch eine Heiligenfeier mit Prozession, bei der die ganze Stadt auf den Beinen ist und gleich nach dem Ende der Predigt die Bierflaschen die Runde machen. Denkt Euch Touristen, die in großen Mengen aus Reisebussen und Fähren ausgespuckt werden und nun fotoapparatbehängt ein Karrée von 200 mal 200 Metern besetzen bis zum Stillstand. Und denkt Euch zum Schluss den blauen Himmel, den gleißenden Stein, die Olivenbäume auf dem angrenzenden Hügel und einen Fischmarkt, der so altmodisch mediterran ist, dass man ihn zum Prototyp des südlichen Lebens ernennen könnte. Dann seid Ihr in Split, Samstag Morgen um neun in der Marmontova. Weiterlesen

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Weine aus Kroatien: die Roten

Eigentlich ist Kroatien ein sehr wichtiges Weinland. Seit Urzeiten, mindestens aber seit den Römern gibt es hier Weinberge, und die Vielfalt der autochthonen Rebsorten ist immer noch nicht zur Gänze untersucht. So hat man unlängst herausgefunden, dass es sich beim Crljenak Kaštelanski um die Rebsorte handelt, die in einem ganz anderen Teil der Welt als Zinfandel den “typisch kalifornischen” Geschmack produziert. Aber dennoch, ich habe nicht zufällig das böse Wort “eigentlich” in meinem Eingangssatz benutzt. Denn wer von Euch Weinfreunden hat schon in der letzten Zeit einen großen kroatischen Wein getrunken? Und wer kann spontan einen solchen benennen, der beim Weinhändler Eures Vertrauens zu haben ist? Weiterlesen

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Helft mir: Welches Gemüse ist das?

Beizeiten kommt es vor, dass ich mit meinem Latein am Ende bin. Ich weiß einfach nicht, was ich da gerade esse. Und das passiert beileibe nicht nur in ungeheuer exotischen Ländern. Der Beweis: dieses sehr frische, tja, Gemüse. Ich bin gerade im kroatischen Split, zum Glück ein wenig vor der allsommerlichen Touristeninvasion. Mein erster Weg führte mich dabei zum Fischmarkt, aber auch zu den improvisierten Ständen, auf denen die Bauern und Bäuerinnen der Umgebung ihre Handvoll gerade geernteter Produkte anbieten. Weiterlesen

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Merkwürdige Dinge, die mir auf meiner Asienreise begegnet sind (II)

Beim ersten Teil dieser mit dem heutigen Beitrag auch schon wieder beendeten Serie musste ich feststellen, dass die Überschrift eine dumme Länge besitzt. Zu lang für eine Zeile, zu kurz für zwei. Nun ja, ästhetische Meisterleistungen werdet Ihr auch weiterhin auf meinem Blog nur höchst zufällig zu sehen bekommen. Vornehmlich dann, wenn ich dafür keine Verantwortung trage – wie auf dem Bild links. Wunderbar in rästelhafte, große Blätter mit Hilfe eines Bastfadens verschnürt, befinden sich in dem Paket… Na, Ihr könnt ja mal bis zum Ende des Artikels rätseln, was ich mir da wieder gekauft hatte. Ich wusste es beim Zeitpunkt des Kaufes übrigens auch nicht. Allerdings war ich verblüfft, wie leicht die Päckchen waren. Hackfleisch konnte es schon mal nicht sein. Weiterlesen

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Merkwürdige Dinge, die mir auf meiner Asienreise begegnet sind (I)

…, die es aber in keinen eigenen Artikel geschafft haben. So lang sollte die Überschrift eigentlich werden. Gut dass ich mich wenigstens in dieser Hinsicht beschränken konnte. “Merkwürdig”, liebe etymologisch bewanderten Freund/innen (zu denen ich selbst leider nicht gehöre), “merkwürdig” hatte doch in früheren Zeiten noch nicht diese abwertende Konnotation in Richtung “kurios”, “irrwitzig”, “bescheuert” oder gar “primitiv”, sondern wurde synonym zu “bemerkenswert” verstanden. Oder etwa nicht (mit der Bitte um Unterstützung auf Utecht blickend)?! Des Merkens würdig respektive wert, so klingt das doch schon viel besser. Weiterlesen

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Weinrallye #50: Zwei von drei Naturweinen schmecken gut

Um den Rahmen ein wenig abzustecken, möchte ich Euch erst einmal eine kleine Geschichte erzählen, die selbstverständlich komplett erlogen ist, dafür aber eine Menge pauschaler Vorurteile bereithält: Willy und Elli sind nach dem Studium in der großen Stadt hängen geblieben und leben jetzt, 15 Jahre später, immer noch dort. Der Lärm, die Enge und das ganze Gehetze um Geld und Anerkennung gehen ihnen aber mittlerweile so auf die Nerven, dass sie beschließen auszusteigen. Sie wollen nah an der Natur leben, die Jahreszeiten mitbekommen, die einfachen Freuden des Landlebens genießen – und Winzer werden. Weiterlesen

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