Last days of summer

In den letzten Tagen ist es ja plötzlich entsetzlich kalt geworden. Wie gut, dass wir den letzten warmen Tag noch genutzt hatten, um draußen ein bisschen auf unsere Art zu grillen. Was man dafür braucht? Klappstühle und einen Klapptisch, Geschirr und Besteck, einen Campingaz-Kocher und eine passende Gasdose. Und natürlich Grillwaren: Steaks und Würste, dazu Olivenöl, Knoblauch und eine Fertig-Taboulé-Packung aus dem Supermarkt. Alles ganz einfach, nichts Elaboriertes, keine Kochkünste vonnöten, denn das Essen schmeckt einfach an frischer Luft viel besser als im Haus. In diesem Sommer haben wir von dieser Möglichkeit zum Glück sehr häufig Gebrauch gemacht, und mit dem portablen Esszimmer kann man sich ganz schnell an einem angenehmen Standort einrichten. Schade, dass das jetzt vorbei ist. Aber – Gemütlichkeitsspezialisten wissen das – auch der Winter hat nicht nur Nachteile.

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Matzes neue Weinbewertung

Es sei mir an dieser Stelle gestattet, die werte Leserschaft darauf hinzuweisen, dass ich in der Kopfzeile dieses Blogs einen neue Kategorie eingefügt habe namens …”Matzes neue Weinbewertung”. Ich schreibe das deshalb hier unten rein, weil es ja sonst wieder keinem auffällt, obwohl es wichtig ist. Es ist aber auch ein Kreuz mit den Punkten…

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Weintest 5: La Marnière 2008 – Chardonnay aus Belgien

Wein wird in den seltsamsten Gegenden der Erde angebaut, wobei nicht die Gegenden an sich seltsam sind, sondern ihre Kombination mit Weinbau. Ich spreche hier von der Südseeinsel Tahiti, von den Monsunbergen östlich der indischen Metropole Mumbai, von der mexikanischen Wüste, aber auch vom Werderaner Wachtelberg vor den Toren Berlins. In eine ähnliche Kategorie Exotismus wie Letztgenannter gehört auch dieser Wein hier, ein Chardonnay aus Ostbelgien, aus der Mitte des Städtedreiecks Aachen-Maastricht-Liège. Handelt es sich also um ein schauderhaftes Produkt, die Reben am Gartenzaun hochgezogen, um ein technisch hingetrimmtes Tröpfchen oder doch eher um eine glückliche Fügung dank globaler Klimaerwärmung? Seht selbst:

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Eet smakelijk!

Nur ein kleiner Ausflug zu unseren Nachbarn und trotzdem eine andere (kulinarische) Welt: Wir waren auf dem Rückweg beim Albert Heijn XL in Maastricht vorbeigefahren, uns ein paar Leckerchen für den Abend mitzunehmen. Dass die Holländer ganz andere Essgewohnheiten als wir besitzen, wurde uns vor allem an drei proppevollen und dicht von Kunden umlagerten Regalen klar: Weiterlesen

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Weintest 4: Clos Rougeard Le Clos 2001

Nadi und Charly sind nicht von dieser Welt, der Welt der Smartphones, der Reality-Shows, der Limited-Edition-Kosmetik und des Termindrucks. Auf ihren seit 1969 nach biodynamischen Grundsätzen bewirtschafteten Weingärten, in ihrem bescheidenen Haus mitten im Dorf Chacé im Loiretal, in ihrem uralten, muffigen Gewölbekeller – hier entstehen mit die besten Weine der Welt. Kein Witz. Zur Legende geworden ist ihr 1989er Le Bourg, der in eine Weinprobe der größten Bordeauxweine eingeschmuggelt wurde und sie alle weggeputzt hat. In Frankreich sind die Brüder Foucault mehr als Kult, in Deutschland kennen sie nur Eingeweihte. Wer hat Recht (wenn es sowas geben sollte)? Seht selbst:

Gibt es den Wein überhaupt bei uns zu kaufen? Weiterlesen

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Besuch bei einem Winzer (1) Domaine de la Rectorie

Hier sollen demnächst in loser (wirklich sehr loser) Folge meine Besuche bei Winzern dokumentiert werden. Den Anfang macht die “Domaine de la Rectorie” im südfranzösischen Banyuls, kurz vor der spanischen Grenze. Mitten im Ort gelegen, macht das Weingut von außen gar nicht den Eindruck, ein solches zu sein. Es sieht eher ein wenig nach Pippi Langstrumpfs “Villa Kunterbunt” aus: Eine in die Jahre gekommene und sichtbar abgebröckelte Stadtvilla, hinter dem Haus ein alter R4, aber alles eben nicht zufällig vergammelt, sondern sehr stilvoll, sehr bewusst, sehr sophisticated. Erst überlegen wir, ob wir überhaupt klingeln sollen, schließlich sind wir nicht angemeldet, aber bald öffnet sich die Tür, und Pierre Parcé bittet uns herein, ein älterer Herr, sehr dünn und zierlich, gekleidet im Yohji-Yamamoto-Stil.

(Der Rest folgt als Interview, damit’s nicht so langweilig wird für die werten Leser) Weiterlesen

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